Ein Standort, der abhebt
Der Wirtschaftsstandort Weiz – St. Ruprecht/Raab aus der Vogelperspektive: Die beiden Bürgermeister stellten sich im Motorflugzeug einer luftigen Fragestunde.

Was macht für Sie persönlich die Lebensqualität in der
Region aus?
Erwin Eggenreich: Gerade hier aus dieser Höhe kann man wunderbar die Vorzüge unserer Region erkennen. Lebenswerte Gegend, tolle Natur, aufrichtige Menschen.
Herbert Pregartner: Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft und auch Tourismus fließen bei uns einfach perfekt ineinander. Dadurch findet man hier bei uns eine enorme Lebensqualität vor. Das merkt man übrigens auch am großen Bevölkerungszuwachs.
Infos
„Gemeinsam sind wir stärker“ ist das Motto für den Wirtschaftsraum Weiz – St. Ruprecht/Raab. Durch welche Maßnahmen werden hierbei die Arbeits- und Lebensbedingungen verbessert?
Pregartner: Wir sind ja seit der Fusion 2015 Nachbargemeinden. Davor hat Weiz schon immer mit der damaligen Nachbargemeinde Krottendorf sehr gut zusammengearbeitet und diese ausgezeichnete Kooperation halten wir jetzt natürlich auch aufrecht. Wir haben hier Gott sei Dank keinen Konkurrenzgedanken. So ist es möglich, Unternehmen je nach Anforderung den bestmöglichen Standort anzubieten.
Eggenreich: Wichtig ist, dass wir als Wirtschaftsstandort stark bleiben. Dafür brauchen wir eine hervorragende Bildungspolitik. Nur wenn wir sehr gut ausgebildete und sehr kreative Menschen haben, wird es uns gelingen, dass hier auch weiterhin die Wirtschaft bleibt und tolle neue Unternehmen dazukommen. So wird auch der Lebensstandard weiterhin sehr hoch bleiben.Mehr Informationen finden Sie hier: wirtschaftsraum.net
Was wissen sie über St. Ruprecht/Raab?
Wo endet die Gemeindegrenze von St. Ruprecht/Raab im Süden?
Erwin Eggenreich: Unter Wollsdorf beim Erdbeerbauer. Direkt darunter fängt Albersdorf an.
Wie viele Ortschaften umfasst das Gemeindegebiet?
St. Ruprecht/Raab ist sehr groß, hat sehr viele kleine, schöne Ortschaften. Soweit ich mich erinnern kann, sind das 13.
Welche Sehenswürdigkeit steht vor der Musikschule?
Sehr oft sehe ich die sehr talentierten Musikschüler. Immer das Foucaultsche Pendel.
Die WHO empfiehlt, 10.000 Schritte pro Tag zurückzulegen. Würde die Strecke vom Hauptplatz in Weiz bis zum Hauptplatz in St. Ruprecht dazu ausreichen?
Seitdem ich einmal für einen Marathon trainiert habe, weiß ich, dass man zwischen Weiz und St. Ruprecht/Raab einen Halbmarathon laufen kann. Also ich denke, das geht sich gerade aus.
Einen Tag mit Herbert Pregartner, abseits jeglicher beruflichen Verpflichtungen. Was würden Sie unternehmen?
Ich würde mit dem Herbert sehr gerne eine Runde durch unsere Gegend wandern. Einige Buschenschenken besuchen und mit ihm den Tag genau so genießen. Er ist ein sehr netter, unterhaltsamer wie auch kreativer Mensch. Deswegen bin ich mir sicher, dass wir einen feinen Tag verbringen würden.
Was wissen sie über Weiz?
Welche Rahmenbedingungen und Vorteile können Sie interessierten Unternehmen anbieten?
Eggenreich: Wir praktizieren den One-Stop-Shop. Das heißt, wir haben eine Stabstelle die für Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftsmaßnahmen, aber auch Wirtschaftsförderung zuständig ist. Das heißt, man muss nicht mehrere Büros abklappern, um ans Ziel zu kommen. Wir haben zudem attraktive Grundstücke, eines der größten Schulzentren in Österreich und darüber hinaus über 500 gut ausgebildete Lehrlinge. Es leben bei uns 11.700 Menschen und wir haben in etwa 11.500 Arbeitsplätze.
Pregartner: Wie hat es in Wien immer schon so schön geheißen: Von der Wiege bis zum Grabe. Bei uns heißt das: Vom Grundstücksankauf bis zur Benützungsbewilligung können wir den Unternehmen, die sich hier bei uns ansiedeln, behilflich sein und so gut wie möglich unbürokratisch unter die Arme greifen. Das Feedback der jüngsten Unternehmenszuwächse war hier schon sehr gut.Wo endet die Gemeindegrenze von Weiz im Norden?
Herbert Pregartner: Die Grenze von Weiz im Norden ist zwischen Mosdorfer und Weitzer Parkett. Dort fängt dann die Gemeinde Naas an.
Die wievielt größte Stadt der Steiermark ist Weiz?
Irgendwo hab ich einmal gehört, dass sie zu den zehn größten Städten der Steiermark zählt, also sage ich die neuntgrößte.
Welche Sehenswürdigkeit befindet sich hinter der Volksschule?
Das Haus, das sich der Sonne nach dreht. Das Gemini Haus.
Die WHO empfiehlt, 10.000 Schritte pro Tag zurückzulegen. Würde die Strecke vom Hauptplatz in St. Ruprecht bis zum Hauptplatz in Weiz dazu ausreichen?
Ich sag' immer, die Strecke Weiz St. Ruprecht ist etwa acht Kilometer. Dann hängt es natürlich von der individuellen Schrittgröße ab. Ich mache bestimmt mehr Schritte als Kollege Eggenreich. Wenn ich aber bei meiner Größe nur einen halben Meter Schrittlänge annehme, sind wir bei über 10.000 Schritten.
Ein Tag mit Erwin Eggenreich. Was würden Sie unternehmen?
Da ich sehr gerne esse, würde ich mit ihm ein herzhaftes Frühstück einnehmen. Dann würden wir uns unseren Bienenlehrpfad anschauen, am Nachmittag einige Stunden beim Flussbad verbringen und den Abend bei einem unserer grandiosen Buschenschenken ausklingen lassen.
Wichtig für immer mehr Unternehmen ist dabei ein gut ausgebautes Glasfasernetz. Wie sehen hier die Bemühungen für den neuen gemeinsamen Wirtschaftsstandort aus?
Eggenreich: Das ist bei uns nicht mehr nur ein Thema, sondern wir sind bereits mitten in der Ausarbeitung. Wir erweitern ständig unser Glasfasernetz. Dafür haben wir ein eigenes Geschäftsmodell mit dem Namen Weiz.OnLine. Da arbeiten wir natürlich auch mit St. Ruprecht intensiv zusammen.
Pregartner: Aus diesem Grund wurde auch erst vor kurzem G31 gegründet. Der Bezirk Weiz hat ja 31 Gemeinden – und alle 31 Gemeinden haben eine Gesellschaft gegründet. Hier geht es etwa um Förderungen. Wir als kleine Gemeinde wären da ja gar nicht in der Lage, an solche Fördertöpfe zu kommen. Durch diese Maßnahmen werden wir in nicht allzu ferner Zukunft auch für Firmen interessant, die sich ohne Glasfasernetz nicht bei uns ansiedeln würden.