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Ganz besonders normal

Milch von der Alm ist etwas Besonderes und gleichzeitig etwas ganz Normales. Aus verschiedenen Gründen. Guten Gründen.

Noch ist  Österreichs Almwirtschaft zentraler Bestandteil der heimischen Berglandwirtschaft
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Noch ist Österreichs Almwirtschaft zentraler Bestandteil der heimischen Berglandwirtschaft
Die traditionsreiche Almwirtschaft garantiert eine attraktive Kulturlandschaft
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Die traditionsreiche Almwirtschaft garantiert eine attraktive Kulturlandschaft

Seit mehr als tausend Jahren sind Almprodukte Nachweis für gelebte Nachhaltigkeit. Die Landwirtschaft auf der Alm folgt dem Rhythmus der Natur. Die Natur bietet an: Jahreszeiten, Wiesen, Wasser, Luft und Sonne – und wir Menschen schaffen es, Kraft unseres Wissens und unseres Könnens, aus dem Angebot der Natur natürliche Produkte zu erarbeiten.
Almwirtschaft ist gleichzeitig tief in Traditionen verwurzelt, um nicht zu sagen, sie ist die Tradition, und sie kann als Modell für zukünftige landwirtschaftliche Entwicklungen gesehen werden. Almwirtschaft schützt Natur und Umwelt. Sie bewahrt einzigartige Kulturlandschaften, die nicht zuletzt für Erholungssuchende von großer Bedeutung sind. Sei es für Wanderer im Sommer oder für Skifahrer im Winter. Denn nicht selten sind die Almen des Sommers die Skipisten des Winters und die im Sommer Senner sind, arbeiten den Winter über im Bereich des Skisports oder als Masseur in einem der wunderschönen Hotels.

Noch prägend

In Zahlen

Die Almregionen, so wie wir sie heute kennen, sind keine Naturlandschaften, sondern über Jahrtausende durch landwirtschaftliche Nutzung geprägte Kulturlandschaften.
Österreichweit dehnen sich rund 8.400 Almen auf 20 Prozent der Staatsfläche aus. Davon werden derzeit nur mehr knapp 5.000 bestoßen, sprich mit Tieren bewirtschaftet. Noch ist Österreichs Almwirtschaft zentraler Bestandteil der heimischen Berglandwirtschaft. In Zahlen: In den Sommermonaten sorgen dort rund 7.000 Hirtinnen und Hirten für 51.000 Milchkühe, 265.000 Rinder, 9.000 Pferde, 114.000 Schafe und 10.000 Ziegen.
Almprodukte nehmen bei Lebensmitteln eine Sonderstellung ein. Das liegt maßgeblich an den Almwiesen, die den Tieren als Futter zur Verfügung stehen. Sie sind aufgrund der besonderen Bedingungen in den Höhenlagen reich an Blumen, Gräsern und Kräutern. Das macht Milch und Käse von der Alm besonders aromatisch. Ein Teil der Almmilch wird auf der Alm selbst verarbeitet, hauptsächlich zu Almkäse und Butter. Der andere Teil wird abgeholt und von den Molkereien zu AMA-Güte- oder Biosiegel-Produkten verarbeitet. Und das geschieht, bei aller Liebe zur Tradition, topmodern.

  • 8086 Almen gibt es in Österreich, davon 1676 „Milchalmen“
  • Rund 314.000 Hektar Almfutterfläche gibt es in Österreich
  • 63 Mio. Kilogramm Almmilch werden durchschnittlich im Jahr in Österreich hergestellt
  • 70 % der österreichischen Milchviehbetriebe befinden sich in Berggebieten
Butter, Milch und Käse von der Alm schmecken besonders aromatisch
© AMA
Butter, Milch und Käse von der Alm schmecken besonders aromatisch

AMA-Kontrolle

Jede Milchkuh hat schon als Kalb ein wichtiges Merkmal erhalten, mit dem sie ein Leben lang identifiziert werden kann. Die Ohrmarke. Neu geborene Kälber müssen mit einer elektronischen Ohrmarke am linken Ohr und einer konventionellen am rechten Ohr gekennzeichnet werden. Eine neunstellige Nummer auf den Ohrmarken ist persönliche ID-Card und Datenbank-Kennnummer jeder Kuh. Alle relevanten Ereignisse im Leben eines Tieres werden automatisch erfasst. Zum Beispiel wird der Verkauf eines Tieres über eAMA, das Internetserviceportal der AMA, elektronisch in einer Datenbank gespeichert. Für jedes Rind wird gleichzeitig ein Tierpass, also eine Art Personalausweis, bei der AMA geführt. In diesem scheinen die Daten auf, die an die Rinderdatenbank gemeldet wurden. Also etwa, dass das Kuhkalb vom letzten Jahr, heuer eine Milchkuh geworden ist.
Lebt diese Milchkuh und alle weiteren Kühe ihrer Herde auf einem der AMA-Gütesiegel-Bauernhöfe – es gibt rund 26.000 davon in Österreich – dann muss die Milch den zahlreichen Vorgaben der AMA-Richtlinien entsprechen. Die gesamte Kette, von der Rohmilch der Kuh bis zur Milch im Kühlregal, ist genauestens dokumentiert und kontrolliert. Das gilt für alle Milchprodukte.

Alle Infos: www.amainfo.at

Mehrwert für Landwirt und Konsument

Warum legt die AMA so großen Wert auf Kontrollen? Gibt es Gründe, den Landwirten zu misstrauen?
Rüdiger Sachsenhofer: Ganz im Gegenteil. Das AMA-Gütesiegel-Programm steht für hohe Qualität und das beginnt beim Futter, das ordentlich gelagert wird, bis zur Tierhaltung. Unsere Kontrollen geben den Landwirten ja auch die Bestätigung von unabhängigen Fachleuten, dass sie gute Arbeit leisten und zeigen, wo Verbesserungspotenzial vorhanden ist.
Das klingt, als wären die Richtlinien ziemlich kompliziert?
Wir versuchen die Anforderungen so zu formulieren, dass sie leicht verständlich sind und entwickeln sie laufend weiter. Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand für alle Seiten so gering wie möglich zu halten.
Eine Milchbäuerin, zum Beispiel …
… ist ein Profi in ihrem Beruf. Aber das Durchchecken der Betriebe mit dem Blick von außen gibt Sicherheit und schafft Vertrauen. Die Bäuerin kümmert sich um ihre Tiere und das Melken. AMA-Kontrollen sind also ein guter Grund, das Vertrauen der Konsumenten in die Produkte mit dem AMA-Gütesiegel zu stärken.