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Die AMA sagt: Das geht sich aus!

Alles günstig aber beste Qualität. Alles ganz detailliert aber transparent – mit den Kontrollen des AMA-Gütesiegelprogramms lassen sich scheinbare Gegensätze auflösen.

Wer sich gesund ernähren und unsere heimischen Landwirte fördern möchte, setzt auf regionales Obst und Gemüse der Saison
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Wer sich gesund ernähren und unsere heimischen Landwirte fördern möchte, setzt auf regionales Obst und Gemüse der Saison

Die (fast) ganzjährige Versorgung mit frischem, heimischem Obst und Gemüse ist heutzutage selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich erscheinen Qualität und Sicherheit unserer Lebensmittel. Doch diese Selbstverständlichkeit ist nicht so selbstverständlich. Denn es gilt, viele Gegensätze in der Obst- und Gemüseproduktion aufzuheben: Die Konsumenten möchten beste Qualität zu günstigen Preisen. Der Handel will die strengen Kriterien durch ein zuverlässiges System abgesichert wissen. Der Gesetzgeber pocht auf höchste Lebensmittelsicherheit. Und die Produzenten sollen all diese Wünsche erfüllen und das auch noch ausführlich dokumentieren. Geht sich das aus? Ja, sagt die AMA.

Aus diesem Grund setzt die AMA auf eine umweltgerechte und ressourcenschonende Landwirtschaft. Ganzheitliche Qualität braucht jedoch ein umfassendes Management über alle Produktionsbereiche. Das Qualitätssicherungssystem im Bereich Obst, Gemüse und Speiseerdäpfel, das hinter dem AMA-Gütesiegel steht, trägt den sperrigen Namen AMAG.A.P.. G.A.P. steht dabei für Gute Agrar-Praxis und ist die heimische Variante des internationalen Standards GLOBALG.A.P. Die österreichische „Übersetzung“ AMAG.A.P. macht es einfacher, die notwendigen Kriterien im Blickfeld zu haben, sie praxisnah umzusetzen und sie zu kontrollieren.

Integriert und reduziert. Integrierter Pflanzenschutz ist ein zentrales Element der AMAG.A.P.-Richtlinie. Pflanzenschutz ist der Schutz der Kulturpflanzen vor Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern. Nur damit lassen sich gute Erträge bei gleichzeitig hoher Produktqualität erreichen. Integrierter Pflanzenschutz zielt vor allem darauf ab, möglichem Befall durch geeignete Maßnahmen bereits im Vorfeld zu begegnen. Nicht immer reichen die Vorsorgemaßnahmen aus. Dann werden im Falle des Befalls andere Wege zur Bekämpfung beschritten. Zur Verfügung stehen biologische, biotechnische, mechanische und chemische Verfahren. Erst wenn sich zeigt, dass die biologischen Maßnahmen nicht ausreichen, können chemische Pflanzenschutzmittel in möglichst geringen Mengen angewendet werden.

Umweltgerechte und ressourcenschonende Landwirtschaft ist im AMA-Gütesiegel gefragt
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Umweltgerechte und ressourcenschonende Landwirtschaft ist im AMA-Gütesiegel gefragt

Nur mit Sachkundenachweis. Kontroll-Anforderungen in einer Richtlinie zusammenzustellen ist das Eine, das Andere ist die Umsetzung dieser Vorgaben vor Ort bei den Landwirtinnen und Landwirten regelmäßig zu kontrollieren. Bei den Vor-Ort-Kontrollen der landwirtschaftlichen Betriebe werden neben der Guten Agrar-Praxis auch die Lebensmittelsicherheit allgemein, Lebensmittelhygiene, Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Rückverfolgbarkeit genau überprüft. Besonders umfangreich wird die Anwendung des Integrierten Pflanzenschutzes begutachtet.

Chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall einsetzen, das schont Nützlinge
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Chemische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall einsetzen, das schont Nützlinge

Bevor Landwirte zu chemischen Pflanzenschutzmitteln, also Stoffen, deren korrekte Handhabung viel Know-how voraussetzt, greifen dürfen, brauchen sie den sogenannten Sachkundenachweis. Der ist vergleichbar mit einem Führerschein für Pflanzenschutzmittel.
Damit bei den Konsumentinnen und Konsumenten höchste Qualität ankommt, werden auch die Abpackbetriebe und Verteilerzentren der Lebensmitteleinzelhändler geprüft. Sie werden einer jährlichen, ausführlichen Vor-Ort-Kontrolle durch unabhängige Kontrollstellen unterzogen. Damit wird die Einhaltung der Rückverfolgbarkeit „vom Feld bis auf den Tisch des Konsumenten“ lückenlos umgesetzt. Die Gegensätze lösen sich mittels ganzheitlicher Qualitätssicherung auf. Garantiert!

Alle Infos:www.amainfo.at

Die Qualität laufend verbessern

Ist Kontrolle Ausdruck von Misstrauen?
Stefan Kunze: Vertrauen entsteht nicht durch möglichst häufig wiederholte blumige Versprechungen. Vertrauen entsteht durch das Vorzeigen dessen, was tatsächlich am Betrieb geschieht.

Das sehen die Landwirte genauso?
Alle, die seriös und ehrlich am AMA-Gütesiegelprogramm teilnehmen wollen, müssen ein ganz besonderes Interesse an Transparenz und Klarheit haben. Kontrolle ist nicht nur ein Anliegen der Konsumenten. Sie entspringt ebenso dem Schutzbedürfnis aller seriösen Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter der Qualitätssicherungssysteme.

Und deshalb lassen sie sich gerne kontrollieren?
Die AMA-Gütesiegel-Kontrolle hat noch eine zweite wichtige Funktion. Sie muss Hilfestellung zur Verbesserung sein können. Der Kontrollor ist ein wichtiger Partner des Kontrollierten, der ihm hilft, die verbindlichen Regeln der Qualitätssicherungssysteme vollständig und gewissenhaft einzuhalten. So verbessern Kontrollen die Qualität der Lebensmittel.