Total verrücktes Doppelspiel: Der Roman "Die Anomalie"
Selten passiert es einem, dass man bei der Lektüre hell auflachen muss. Bei Hervé Le Telliers "Die Anomalie" erwischt es einen gleich mehrere Male. Zunächst spielt der Roman unverschämt mit allen Spannungsmitteln, so dass man bald wie auf Nadeln sitzt. Dann folgt ein Coup, den jeder Lektor normalerweise als allzu weit hergeholt ablehnen würde, der aber mit größter Seriosität durchgespielt wird. Und schließlich wird psychologisch und philosophisch die feine Klinge angesetzt.