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Das Grüne Herz Österreichs

Im Rahmen der STEIERMARK SCHAU richten das Museum für Geschichte, das Volkskundemuseum und das Kunsthaus Graz den Blick auch auf Umwelt und Nachhaltigkeit, um so der Frage nachzugehen, wie grün das „Herz Österreichs“ wirklich ist.

Die Ausstellung „was sein wird“ erstreckt sich über alle Ebenen des Kunsthauses Graz
© UMJ/GRABNER
Die Ausstellung „was sein wird“ erstreckt sich über alle Ebenen des Kunsthauses Graz

Die STEIERMARK SCHAU in Graz

Auf dem Gebiet der heutigen Steiermark hat die Natur seit Anbeginn das Leben der hier ansässigen Menschen bestimmt. Diese haben umgekehrt immer schon versucht, die Natur zu ihrem Vorteil zu verändern und zu gestalten. Dieses Wechselspiel von Mensch und Natur greift das Museum für Geschichte im Rahmen der ­STEIERMARK SCHAU in der Ausstellung „was war“ auf, die als Reise durch Zeit und Raum angelegt ist. Neben Architekturmodellen ist eine raumgreifende, mit Landschaftsbildern der Steiermark versehene Tapete zentrales Gestaltungselement und bildet in der Ausstellung die Hintergrundfolie, vor welcher die Kultur spielt, den Rahmen, in dem sich der Mensch bewegt, die Oberfläche, an der gekratzt, und das Fundament, das zunehmend aufsprengt wird. Löcher, Einschnitte, Risse in Wand, Decke und Boden zeugen davon und stehen für einen zunehmend fordernden menschlichen Umgang mit der Natur.Museum für Geschichte
Sackstraße 16, 8010 Graz

Volkskundemuseum
Paulustorgasse 11, 8010 Graz

Kunsthaus Graz
Lendkai 1, 8020 Graz
täglich von 10–18 Uhr geöffnet

steiermarkschau.at

Skizze der temporären Kunsthalle Suahtsnuk,  2021 © Alfredo Barsuglia
© Alfredo Barsuglia
Skizze der temporären Kunsthalle Suahtsnuk, 2021 © Alfredo Barsuglia

STEIERMARK SCHAU zum Mitreden

In der Gegenwart werden Stimmen laut, die diese Entwicklung bremsen wollen. Die Fridays-for-Future-Bewegung prägt eine ganze Generation. Die von dieser Initiative angestrebten Veränderungen werden auch in der Ausstellung „wie es ist“ im Volkskundemuseum aufgegriffen, die unter anderem danach fragt: Wie grün ist die Steiermark? Nicht nur Natur und Wachstum, Umwelt und Umweltschutz sind Bilder, die mit der Farbe Grün in Verbindung gebracht werden. Grün gibt Orientierung, gilt als Hoffnungsträger und ist in Zeiten der Klimakrise die Farbe einer jungen, aktivistischen Generation. Die Ausstellung wirft aber auch einen kritischen Blick auf die „grüne“ Steiermark und entsprechende Zuschreibungen. Anhand der Mobilitätsindustrie in der Steiermark oder dem in der Steiermark sehr beliebten Backhendl setzt sie sich mit ressourcenschonenden Formen der Fortbewegung und den Bedingungen in der Nahrungsmittelproduktion auseinander.Die STEIERMARK SCHAU lädt zum Gespräch ein! Trotz – oder gerade wegen – der turbulenten Zeiten, in denen die neue „Ausstellung des Landes“ eröffnet wurde, wartet auf die Besucher*innen ein vielseitiges Vermittlungsprogramm mit Online- und Offline-Veranstaltungen. Neue Formate wie der (museale) „Seitensprung“ oder der „Runde Tisch“ laden zum Diskurs, zum Plaudern, Denken, Staunen, Sprechen und Zuhören ein. Im Mai steht das Thema „Arbeit und Freizeit“ im Mittelpunkt.
Tagesaktuelle Informationen zum Programm finden Sie ­unter steiermarkschau.at/programm

Das Volks­undemuseum greift die Themen alternative Mobilität und Fridays-for-Future auf
© UMJ/J.J. Kucek
Das Volks­undemuseum greift die Themen alternative Mobilität und Fridays-for-Future auf

Die Identität des Landes

Alfredo Barsuglia gestaltete für die Ausstellung „was sein wird“ im Kunsthaus Graz die temporäre Kunsthalle „Suahtsnuk“ am Vorplatz des Kunsthauses, die immer dann öffnet, wenn ihre „große Schwester“ geschlossen ist. Mit Kletterpflanzen umrankt und aus Holz der Mayr-Melnhof Holz Holding AG gebaut, bildet „Suahtsnuk“ einen Fremdkörper im Stadtbild und kann ebenso wie die neue, von Medienkünstler Onur Sönmez entwickelte Photovoltaikanlage, die die BIX-Fassade seit April zum Leuchten bringt, als Denkanstoß über Zukunftsszenarien von Kulturinstitutionen gesehen werden.
Im Inneren des Kunsthauses setzt sich die Ausstellung unter anderem mit verschiedenen
Visionen für eine nachhaltige Zukunft auseinander. Unterschiedlichste Unternehmen, Start-ups, Initiativen, Vereine, Forschungseinrichtungen und Künstler*innen bearbeiten ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Themen, um mögliche Zukünfte aktiv mitzugestalten.„Die STEIERMARK SCHAU blickt nicht nur in den Rückspiegel der Geschichte. Sie setzt sich kritisch mit der Identität des Landes und seiner Menschen auseinander. Damit liefert sie nicht nur Erklärungen, sondern auch jene Inspiration und Energie, die wir benötigen, um Neues zu entdecken, Ideen zu entwickeln und den Blick über den Tellerrand des Tagesgeschehens zu weiten. Darum sind wir bei diesem Projekt gerne als Haupt-Partner dabei. Weil das Team der Energie Steiermark Zukunft gestaltet. Und seit 100 Jahren die Entwicklung dieses Landes nachhaltig prägt.“ Christian Purrer und Martin Graf, Vorstand der Energie Steiermark

Die Ausstellungsstruktur im Museum für Geschichte ist  wiederverwendbar. Das Fichtenkantholz geht nach Ausstellungsende  zurück in die Werkstatt
© UMJ/J.J. Kucek
Die Ausstellungsstruktur im Museum für Geschichte ist wiederverwendbar. Das Fichtenkantholz geht nach Ausstellungsende zurück in die Werkstatt