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Medien & Unterhaltung

Acht Nominierte in der Königsklasse

Als Höhepunkt jeder Oscar-Gala wird der Sieger in der Kategorie bester Film verkündet - die nominierten Filme und ihre Chancen.

vor 5 Jahren20. April 2021 um 14:06
KinoKultur
Oscars
David Finchers Schwarz-Weiß-Hommage "Mank" ans alte Hollywood und den Drehbuchstreit rund um "Citizen Kane" geht offiziell als Favorit mit zehn Nominierungen ins Rennen. Tatsächlich räumte das Netflix-Drama zuletzt kaum Preise ab, am öftesten noch für bestes Szenenbild. Realistisch stehen die Chancen also nicht besonders. Andererseits handelt es sich um eine Liebeserklärung ans alte Hollywood - so etwas liebt die Academy auch.
Gary Oldman als Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz ist dennoch nicht zu unterschätzen, auch Amandy Seyfried ist für die beste Nebendarstellerin nominiert. Mehr zu "Mank" lesen Sie hier!
Die heimliche Favoritin dieser Oscar-Gala ist Chloe Zhao mit ihrem Roadtrip "Nomadland" - der in Wahrheit bei jeder Gelegenheit seit seiner Uraufführung bei den Filmfestspielen in Venedig in großem Stil reüssierte. Siegeschancen: hoch! Auch wenn die weichgezeichnete Darstellung der Arbeitsbedingungen in Amazon-Fabriken mitten im Nirgendwo zuletzt verstärkt zu Kritik führte. Eine Oscar-Wahrheit besagt nämlich auch: Je länger, zeitlich betrachtet, ein Film Favorit ist, desto weniger Chancen hat er am Ende.
Sechs Oscar-Chancen haben Regisseurin Chloe Zhao und ihre Hauptdarstellerin Frances McDormand, die beide auch als Produzentinnen gelistet sind. Die große Frage aber lautet: Wird Zhao die erste zweite Filmemacherin in der Oscar-Historie sein, die sich mit einem Regie-Oscar vergoldet? Verdient hätte sie es für diesen Abgesang auf Amerika.
Ein Geheimtipp in der Nominiertenliste ist  Lee Isaac Chungs authentisches, teils autobiografisches, fein gezeichnetes und versöhnliches Familiendrama "Minari", das bei den Golden Globes fälschlicherweise als bestes nicht-englischsprachiges Drama nominiert gewesen war. Es ist der Film, der die logische Konsequenz zum Vorjahressieger "Parasite" wäre und ein Zeichen zur weiteren längst überfälligen konsequenten Öffnung zu Mehrsprachigkeit, Diversität und Weltkino. Außerdem ist es der Film, der der beendeten Ära Trump am besten kontert.
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