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Dachdecker & Spengler: Achtung bei asbesthältigem Material!

Die Debatte um die Abfalldeponie Frohnleiten hat das Thema Asbest in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Die zuständige Innung rät zu professionellem Umgang und schult Betriebe.

Der Umgang mit Asbest sollte Fachleuten überlassen werden. Generell sollten Sie als Laie davon absehen, eigenständig mit Asbest zu hantieren
© Lucaz80
Der Umgang mit Asbest sollte Fachleuten überlassen werden. Generell sollten Sie als Laie davon absehen, eigenständig mit Asbest zu hantieren

Jahrelang galt Asbest als „Wundermittel“ unter den Baumaterialien, seit 1990 ist es verboten – und sorgt aus aktuellem Anlass jetzt wieder für Diskussionen. Bei unsachgemäßem Umgang birgt Asbest, das unter anderem in Dachplatten Verwendung findet, ein beträchtliches Gesundheitsrisiko. Die dünnen Fasern können sich in der menschlichen Lunge festsetzen und Jahrzehnte später zu Krebs und der sogenannten Asbestose führen. „Als Innung sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und schulen auch laufend unsere Mitgliedsbetriebe im Umgang mit Faserzementplatten“, so Innungsmeister Helmut Schabauer.

Wichtig ist, die Asbestfasern bei der Sanierung nicht zu beschädigen, damit kein Staub freigesetzt wird. Entsprechend sachgemäß muss bei Demontage und Abtransport vorgegangen werden. „Das ist gewährleistet, wenn die Eindeckung in eigenen, verschlossenen Säcken zu Boden befördert wird. Ein Hinunterwerfen oder Verwenden einer Schuttrutsche ist ein absolutes No-Go.“ Darauf sollte auch vom Bauherrn oder von Nachbarn geachtet werden. Wird fachgerecht vorgegangen, entfällt die sonst verpflichtende Meldung beim Arbeitsinspektorat, da es zu einer Exposition in geringem Ausmaß kommt.

Helmut Schabauer, Landesinnungsmeister der Dachdecker und Spengler
© Foto Fischer
Helmut Schabauer, Landesinnungsmeister der Dachdecker und Spengler

Eine sonnige Zukunft

Helmut Schabauer rät zudem zu einer ganzheitlichen Vorgehensweise bei Dachsanierungen: „Ein Drüberarbeiten auf den Platten, ohne diese zu entfernen, verschiebt das Problem nur.“ ­Zudem wird davon abgeraten, Asbestzementplatten mit Hochdruckgeräten zu reinigen, um sie zu beschichten. Auch hierbei werden Fasern freigesetzt. „Finger weg von Selbstmaßnahmen oder der Abnahme von Altmaterial aus dem Internet für eigene Zwecke!“, so der Experte. Und nicht vergessen: Ihr Dach freut sich nach dem Winter auch über eine Routinebegehung durch den Profi. Denn da kann dann unkompliziert Wartungs- und Reparaturbedarf festgestellt ­werden, bevor größere Schäden entstehen können. Auch kommen Sie so Ihrer rechtlichen Verpflichtung nach, um eine eventuelle Gefährdung von Passanten durch sich lösende Dachziegel zu vermeiden.Photovoltaik ist eine der zukunftsweisenden „grünen“ Energiequellen. Auch im Privat- und Gewerbebereich nimmt die Zahl der installierten Anlagen immer weiter zu. Aber ist Photovoltaik überhaupt für jeden von den baulichen Anforderungen her technisch geeignet?
Denn die Installation einer Photovoltaik-Anlage ist recht umfangreich und mit Arbeiten am Objekt verbunden. Hier sollte vorab unbedingt der Dachdecker und Spengler miteinbezogen werden. Nicht nur kann er die PV-Anlage entsprechend montieren, er kann auch im Vorfeld beurteilen, ob die Substanz, also das Dach, geeignet ist, um die Paneele zu montieren.
Denn die Nutzungsdauer des Daches sollte unbedingt zumindest jener der PV-Anlage entsprechen! Eine Dachsanierung wäre nämlich mit dem bereits montierten „Kleinkraftwerk“ sehr aufwändig und teuer!