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Chronik

Spitzenkandidaten und Ausgangslage der fünf Parteien

Am 24. Jänner wählen die Bauern. Wir stellen die Spitzenkandidaten und ihre Ausgangslage vor.

vor 6 Jahren5. Jänner 2021 um 04:00
SteiermarkSteirische Landespolitik
Politik
Franz Titschenbacher, Milchbauer aus Irdning-Donnersbachtal, und Maria Pein, Ackerbäuerin mit Schweinezucht in Deutsch Goritz, stellen das aktuelle Präsidenten-Duo der Kammer, nachdem der Bauernbund bei der letzten Wahl 69,71 Prozent bzw. 30 Mandate erreicht hatte. Inhaltlich geht es v. a. um regionale Versorgungssicherheit, Coronahilfen für Bauern, (Tierwohl-)Investitionsgeld und weniger Sozialabgabe.
Albert Royer, Urlaub-am-Bauernhof-Landwirt und Landtagsabgeordneter aus Mitterberg-St. Martin, tritt für die FPÖ an, die bei der letzten Kammerwahl 12,1 Prozent und 5 Mandate holte. Die freiheitliche Bauernschaft reibt sich seit jeher an der Bauernbund-Dominanz. Inhaltlich tritt man u. a. für eine Sockelförderung pro Arbeitskraft (statt Fläche), die Wiedereinführung der Mutterkuhprämie und die Aufhebung des Russland-Embargos ein.
Johann Ilsinger, Almbauer aus Irdning-Donnersbachtal, und Johann Herbst, Obstbauer aus Ilztal, gehen für den Unabhängigen Bauernverband (UBV) als „Team Ilsinger/Herbst“ ins Rennen. Sie erreichten 2016 8,53 Prozent (vier Mandate). Als Ziel führen sie eine Neuaufstellung der EU-Agrarpolitik (GAP) an, die aus ihrer Sicht eher Konzerne als Bauern fördere. Angestrebt wird ein Vertrag mit dem Staat zur Abgeltung der Pflege von Kulturlandschaft.
Josef Moosbrugger, Landwirt aus Haus im Ennstal (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kammerpräsidenten Österreichs aus Vorarlberg!), tritt an der Spitze der SPÖ-Bauern an, die 2016 trotz 6,75 Prozent der Stimmen ein Grundmandat und somit den Einzug in die Vollversammlung verfehlten. Inhaltlich dreht sich der rote Wahlkampf um Entlastung bei Sozialabgaben und darum, dass Bauern für die ersten 20 Hektar stärker gefördert werden.
Andreas Lackner, Gemüsebauer und Gemeinderat in Deutsch Goritz, geht für die Grünen ins Rennen. Bei der letzten Wahl verfehlte man mit 2,91 Prozent den Einzug in die Vollversammlung, diesmal treten die Grünen in allen vier Wahlkreisen an. Hauptthema des Grünen Bundesrats Lackner ist neben „besserer Kontrolle“ Hilfe für Bauern im Kampf gegen den Klimawandel, „der kaum einen Bereich stärker trifft als die Landwirtschaft“.
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