Strategie statt Aktionismus
Digitalisierungsschub: Der externe Schock der Pandemie wird häufig als wichtiger Antrieb für die schnelle Umsetzung von Digitalisierungsprojekten genannt. Doch wie effektiv ist der „Digitalisierungsbeschleuniger“ Corona wirklich?

Während die Welt mit der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen kämpft, haben uns vor allem digitale Kanäle vor dem privaten Kollaps gerettet. Virtuelle Kommunikationslösungen, der Umstieg auf digitale Bildungs- und Arbeitsmodelle, die Beschaffung von Bedarfsgütern via Online-Shopping und die Verlagerung des Unterhaltungsangebots auf digitale Formate gehören momentan bei vielen Menschen zum Alltag. Die Transformation im privaten Bereich hat kurzfristig stattfinden müssen und hat in Summe auch sehr gut funktioniert.
Der Blick auf die Wirtschaft zeigt aber ein deutlich trüberes Bild. Denn kurzfristiger Aktionismus birgt für jene Branchen und Unternehmen, die bisher zögerlich in der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen waren, mehr Risiken als Chancen. Während digitale Vorreiter ihre Stärken aktuell ausspielen und ihren Vorsprung weiter ausbauen, geraten Unternehmen mit niedrigem Digitalisierungsgrad zusehends in starke Turbulenzen.
Staatliche Hilfen
Austrian Digital Alliance
Dass dies nicht nur aus betriebswirtschaftlicher, sondern auch aus volkswirtschaftlicher Sicht relevant ist, beweisen die staatlichen Fördermaßnahmen. Digitalisierungsprojekte werden mit 14% Investitionsprämie gefördert, staatliche Digitalinitiativen wurden gegründet und Expertengruppen ins Leben gerufen.In der Austrian Digital Alliance haben sich interdisziplinär tätige Beratungsunternehmen zusammengefunden, um regionalen mittelständischen Unternehmen in Österreich einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Digitalisierung und alle dafür benötigten Services aus einer Hand anbieten zu können. Ein kostenloser Check ermöglicht die Identifizierung der effektivsten Digitalisierungshebel zur Erreichung Ihrer Unternehmensziele. Weitere Informationen finden Sie unter digitalalliance.at und bdo.at/trendbook.
Strategische Verankerung
Gerade für KMU und familiengeführte Unternehmen ist es wichtig, technologieunterstützte Modernisierung und Optimierung von Arbeitsabläufen, das Erschließen digitaler Vertriebswege bzw. die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und das Umdenken von Informationstechnologie auf Innovationstechnologie langfristig und nachhaltig in ihrer strategischen Agenda zu verankern.
Kontakt
Zentrale betriebswirtschaftliche Fragestellungen müssen in einem ersten Schritt ins Zentrum rücken und im Rahmen einer strategischen Standortbestimmung neu beantwortet werden (Wo will ich hin?). Kombiniert mit einer fundierten Analyse des technologischen Status quo (Von welcher Basis starte ich?) muss man sich in weiterer Folge die Frage stellen, was mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen (Wer steht mir organisatorisch zur Verfügung, wen brauche ich extern? Was bin ich bereit zu investieren?) realistisch erreichbar ist. Erst wenn diese Eckpunkte klar und ehrlich formuliert sind, kann mit der konzeptionellen Arbeit begonnen werden. Erfahrungsgemäß ergeben sich im Rahmen der Diskussionen rund um mögliche Ansatzpunkte dann auch noch Hausaufgaben, die als Vorbedingung für die Umsetzung der eigentlichen Digitalisierungsprojekte zu erledigen sind, z.B. Bereinigung von Altlasten im Bereich Daten, Prozesse, IT. So aufgestellt verfügt das Unternehmen über die besten Voraussetzungen für einen wohlüberlegt und sinnvoll gesetzten Schritt in Richtung Digitalisierung – einen Schritt in die erfolgreiche und langfristig gesicherte Zukunft des Betriebs.BDO Consulting GmbH
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Markus Hickl
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