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Diese Politiker wurden in Österreich bisher verurteilt

Eine Hausdurchsuchung im Bundeskanzleramt, wie sie am Mittwoch stattgefunden hat, ist bisher einmalig in Österreich. Dass gegen Politiker ermittelt wird und manche Ermittlungen sogar in einem Schuldspruch enden, allerdings nicht. Ein Überblick.

Ex-FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache wurde Ende August in Wien wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen und zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ) und weitere 13 Angeklagte wurde nach dreijähriger Hauptverhandlung im Jänner 2020 ein Urteil gesprochen: Acht Jahre Haft für Grasser. Die Anwälte legen Rechtsmittel ein.
1969 musste Franz Olah, Innenminister und Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, ins Gefängnis. Der ehemals starke Mann der SPÖ verwendete Gewerkschaftsgelder widmungswidrig und wurde daher zu einem Jahr "schwerem Kerker" verurteilt.
Ex-Finanzminister Hannes Androsch (SPÖ) musste wegen falscher Zeugenaussage in Zusammenhang mit seiner Steuercausa 900.000 Schilling (umgerechnet 65.406 Euro) zahlen.
Der Vater von Ex-Politiker Johann Gudenus und Holocaustleugner John Gudenus war selbst Mandatsträger der FPÖ und Abgeordneter im Nationalrat, sowie Mitglied des Bundesrates. Gudenus wurde wegen zwei Sagern aus dem Jahr 2005 wegen Wiederbetätigung verurteilt.