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So meistern Kärntens Jugendliche Ausgangssperren und Co.

Lockdown, Ausgangssperre und Lokale haben auch geschlossen. Was machen Kärntens Schüler und Studenten, um sich die Zeit zu vertreiben und den Kontakt zu Freunden nicht zu verlieren?

Adrian Kuchling (15), Schüler an der HBLA Pitzelstätten aus Gattersdorf: „Die Corona-Einschränkungen stören mich momentan nicht. Vormittags findet der Unterricht via Zoom statt, den Nachmittag kann ich draußen verbringen. An Wochenenden verbringe ich viel Zeit mit Freunden aus dem Dorf, spiele Tischtennis und fahre Rad. Außerdem züchte ich Hühner, was ebenfalls Zeit in Anspruch nimmt. Durch das Homeschooling bin ich zudem selbstständiger und organisierter geworden, was mir im späteren Leben bestimmt nützlich sein wird.“
Mirjam Vogt (19), Studentin aus Klagenfurt: „Im ersten Lockdown im Frühling habe ich ein Buch geschrieben. Weil ich Psychologie studiere, dreht sich im Buch alles um psychische Themen. Vielleicht werde ich in diesem Monat wieder eines schreiben. Wir müssen ja weiter Kurse und Vorlesungen online besuchen. Mit meinen Freunden treffe ich mich entweder draußen, nur zu zweit und mit Abstand. Sonst verbringe ich online viel Zeit. Wir reden und spielen Videospiele. Man lernt derzeit, was echte Freundschaft bedeutet.“
Louis Sallfeldner (19), Schüler an der HTL Villach: „Das Distance Learning fällt mir als guter Schüler nicht schwer. Es ist nur leider sehr unpersönlich. Andererseits verliere ich durch An- und Abreise weniger Zeit. Damit bleibt sogar mehr Freizeit, die ich für sportliche Aktivitäten nutze. Wir haben zu Hause ein Fitness-Studio. Hier trainiere ich alleine oder mit meinen zwei besten Freunden – natürlich mit Maske und nötigem Abstand. Zudem haben wir vom Verein – ich spiele beim VSV Fußball – einen Trainingsplan erhalten. Den arbeite ich ordentlich ab.“
Nina Hinteregger (19), Studentin an der Pädagogischen Hochschule Kärnten aus Pisweg: „Wenn ich mich mit meiner Freundin Andrea treffe, dann zu Hause, mit Abstand, ohne Umarmungen oder Begrüßungsküsschen. Wir treffen uns aber auch sehr viel im Freien zum Beispiel bei meinen Pferden oder am Bauernhof meiner Freundin. Uns ist der Kontakt einfach sehr wichtig, das miteinander Ratschen. Es ist wichtig, an den bestehenden Freunden festzuhalten, denn neue Freundschaften schließen ist zurzeit nicht möglich, weil man ja niemanden trifft ohne Feste und so. Ansonsten halten wir übers Handy ständigen Kontakt. Über Snapchat oder Instagram, dabei versende ich Sprachbotschaften mit Video, wir senden uns gegenseitig Videos von unseren Haustieren, Fotos und vieles mehr. Mit dem Verschicken von witzigen Beiträgen bringen wir uns gegenseitig zum Lachen.“
Bleona Jasari (18), Schülerin an der Handelsakademie Lienz aus Lienz: „Seit Corona verbringe ich viel Zeit draußen. Am liebsten gehe ich mit meiner großen Schwester an der Isel oder Drau spazieren. Ich muss aber auch viel für die Schule machen, deshalb bleibt mir nicht viel Zeit für anderes. Mit Freunden telefonieren wir meist über Facetime. Wir treffen uns auch virtuell über die App Houseparty – hier kann man mit mehreren Freunden gleichzeitig Videotelefonieren oder Spiele spielen.“