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Wie Sturms Trainer-Duo Hartberg groß gemacht hat

Christian Ilzer und Uwe Hölzl waren neben Erich Korherr die Bauherren von Hartbergs Erfolgsgeschichte. Nun will das Duo auch den SK Sturm sportlich wieder zu einer großen Nummer machen.

Brigitte Annerl und Christian Ilzer
© GEPA
Brigitte Annerl und Christian Ilzer
Von  Clemens TicarPeter Klimkeit und Michael Lorber

Als der SK Sturm in der Saison 1998/99 erstmals in der Vereinsgeschichte Champions-League-Luft schnupperte, zeigten beim Landesliga-Klub Anger zwei Flügelflitzer ihr fußballerisches Können. Auf der linken Seite rackerte Uwe Hölzl, auf der rechten sprintete Christian Ilzer. Beide waren Sturm-Fans und sahen Markus Schopp im schwarz-weißen Trikot spielen. Am Sonntag trifft sich das Trio wieder.

Chefcoach Ilzer und Co-Trainer Hölzl bilden beim SK Sturm seit knapp zwei Monaten die Spitze des Trainerteams. Schopp arbeitet die dritte Saison als Cheftrainer beim TSV Hartberg. Das ist jener Klub, den Hölzl und Ilzer mit ihrer Arbeit Schritt für Schritt auf Bundesliga-Niveau geführt hatten. Von der Regionalliga gelang den Oststeirern der Durchmarsch in die höchste österreichische Leistungsklasse.

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Hartberg-Obmann Erich Korherr erinnert sich und erzählt: „Die beiden haben sehr gute Arbeit geleistet. Das war megastark gemacht, sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass wir gleich aus der Regionalliga in die Bundesliga durchmarschieren. Chris denkt den Fußball zu 100 Prozent, Uwe würde ich eher als den Umsetzer charakterisieren.“ Dass Hartberg für das Spieljahr 2017/18 die Bundesliga-Lizenz erhielt, „ist einzig und allein der wirtschaftlichen Wunderleistung von Erich Korherr und Brigitte Annerl zu verdanken“, sagt Ilzer. Er wechselte damals von Hartberg zum WAC.

Aber wie haben Ilzer und Hölzl den Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga geschafft? „Uwe war Meister in der Landesliga mit Weiz und Meister in der Regionalliga. Er ist der spielernahe Trainertyp und kann die Gedanken der Spieler lesen. Er schafft immer eine angenehme Atmosphäre und ist zugleich verlässlich und konsequent“, sagt Ilzer über seinen engsten Vertrauten im Trainerteam. Hölzl selbst hat sich bei Ilzers Comeback in Hartberg im Sommer 2017 für die Rolle des Co-Trainers entschieden und sagte: „Jetzt bleibe ich lebenslang dein Co-Trainer.“ Ziemlich beste Freunde trifft es auf den Punkt. „Und das schon über 25 Jahre lang“, sagt Hölzl.

Zwei Ex-Spieler erinnern sich

„Chris lebt den Fußball 24 Stunden am Tag, das hat bei ihm absolute Priorität. Uwe ist der geselligere, der Co-Trainer mit dem guten Draht in die Kabine. Er hat uns als Cheftrainer von der Regionalliga in die zweite Liga geführt“, erinnert sich Dario Tadic, der in der Regionalliga-Meistersaison 2016/17 ganze 23 Tore beisteuerte. Rene Swete, der von Hölzl nach Hartberg geholt wurde, bringt es auf den Punkt: „Was Uwe begonnen hat, hat Chris perfektioniert.“ Hölzl hat noch immer einen sehr guten Kontakt zu Korherr, Annerl und vielen Spielern. „Sie machen sehr viel richtig. Als wir damals in der Regionalliga gespielt haben, hätte ich mir niemals gedacht, dass Hartberg einmal im Europacup spielen wird. So kann man sich irren“, sagt Hölzl schmunzelnd.

Keine Geschenke zum Geburtstag

Am Sonntag feiert Uwe Hölzl seinen 51. Geburtstag, genau 16 Tage nach Brigitte Annerl. „Ich hatte noch nie an einem Spieltag Geburtstag und finde es toll, dass es Freibier gibt. Anstoßen würde ich mit Brigitte aber ohnehin. Für mich gibt es aber nur ein Geschenk, das ich akzeptieren kann. Das sind drei Punkte. Wir wollen jetzt unseren ersten Sieg feiern“, sagt Hölzl.

Uwe Hölzl nach dem Meistertitel in der Regionalliga
© GEPA
Uwe Hölzl nach dem Meistertitel in der Regionalliga

Korherr muss seinen ehemaligen Mitstreiter in Hartberg enttäuschen: „Wir werden Uwe selbstverständlich gratulieren, aber im Spiel können wir keine Rücksicht auf seinen persönlichen Feiertag nehmen.“