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Chronik

Die Wehranlagen rund um Graz

Sie waren Teil eines gewaltigen Kreidfeuersystems. Nicht alle von ihnen sind bis heute erhalten geblieben. Ein Streifzug durch die Geschichte.

vor 6 Jahren29. Juli 2020 um 04:16
Graz-UmgebungWissen & Wissenschaft
Graz
Der erste Burggraf, der genannt wird, ist Wichart von Pfannenberch (1214). Zu ihren bekanntesten Besitzern gehören Sigmund von Dietrichstein (1524) und Wilhelm von Herberstein (1537). Sie galt als eine der bedeutendsten Vesten des Murtals. Auch wenn es seit den 50er Jahren stets Bemühungen gab, sie zu erhalten, ist die Burg heute zerfallen und nur Ruinen künden von ihrer einstigen Schönheit.
Diese Höhenburg befindet sich heute in Privatbesitz. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet (1265 erstmals urkundlich erwähnt). Berühmteste bewohnerin war Emilie Sarah Engelbronner d’Aubigny, die im 19. Jahrhundert durch ihre Heirat mit dem britischen Colonel Peché den Titel „Generalin“ erworben hatte, Sie ließ sich auf dem Brennkogel bestatten, der hute unter Generalkogel bekannt ist.
Hartnid Schenk von Rammenstein lebte hier von 1240 bis 1276. Damals floss die Mur direkt unterhalb des Felsens auf dem die Burg Rabenstein (ursprünglich Rammenstein) steht. Der Grazer Unternehmer Werner Hochegger wandelte das Areal zuletzt in ein modernes Konferenzzentrum um. Hochegger verstarb im Vorjahr, jetzt wird die Burg von Jürgen Unterrainer weitergeführt. Es finden Konzerte (Serenaden) und Ausstellungen (Japaneum) statt.
Die Felsenburg, die heute als Burgruine Gösting bekannt ist, wurde im 11. Jahrhundert erbaut. So bedeutende Adelsgeschlechter wie die Eppensteiner und Traungauer gehörten zu ihren Besitzern, im 15. Jahrhundert wurde sie zur Festung ausgebaut. 1723 schlug ein Blitz ein, die Burg wurde nicht mehr aufgebaut. Seit 1925 wird die Ruine vom Burgverein betreut, 1999 erwarb Hubert Auer die Burg.
Die Grazer Bürgerfamilie „de valle“ („von Thal“) schloss sich 1292 im Adelsaufstand Herzog Albrecht I. an. Die Folge: die Burg wurde niedergebrannt. Spätere Besitzer waren Georg von Khevenhüller und Hans Ulrich von Eggenberg. Heute ist Unterthal in Privatbesitz.
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