Als es auf dem Red-Bull-Ring noch Schutthäufen statt Rennautos gab
Ein Film aus dem Jahr 2005, nachdem ein Mega-Projekt von Dietrich Mateschitz gescheitert war und die Zukunft der Rennstrecke auf des Messers Schneide stand.

Die ganze Welt schaut auf den Red-Bull-Ring in Spielberg, in diesen Tagen vor allem nach dem ungewöhnlichen Saisonauftakt für die Formel 1. Schon in den vergangenen Jahren war die Rennstrecke Schauplatz von spannenden Rennen, ob in der Formel 1 oder der MotoGP. Vielen in der Region um den Red-Bull-Ring ist aber auch noch der harte Kampf um die Rennstrecke in Erinnerung. Der Österreichring, der später zum A1-Ring wurde, ehe ihn Dietrich Mateschitz übernommen hat, dessen ursprüngliche Pläne für ein "Projekt Spielberg" zunächst spektakulär gescheitert waren. Hier eine kurze Chronologie:
Ring-Chronologie
Am 26. Juli 1969 wurde der Österreichring als permanente Rennstrecke eröffnet. Von 1997 bis 2003 hieß die Rennstrecke A1-Ring. Der Streckenverlauf wurde verkürzt.
2002. Red Bull übernimmt die Rennstrecke in Spielberg.
2004. Dietrich Mateschitz plant ein riesiges Motorsport- und Flugzentrum. Der Umweltsenat lehnt das Mega-Projekt ab. Der Wirbel ist enorm und wirkt sich auch auf die steirische Landtagswahl 2005 aus.
2007. Nach weiterem Engagement von Dietrich Mateschitz und umfassenden Anstrengungen der Politik: Positiver UVP-Bescheid für Spielberg neu, aber die ursprünglich vorgesehenen Partner VW und Magna springen ab.
2008. Dietrich Mateschitz entschließt sich, ein kleineres Projekt zu verwirklichen.
2009. Baustart
2011. Eröffnung des Red-Bull-Ringes
Die Formel 1 gastierte in Spielberg von 1970 bis 1987, von 1997 bis 2003 und seit 2014.
Zwischen 2004 und 2010 war der Ringbetrieb gänzlich stillgelegt.
Seit 2016 gastiert auch die MotoGP in Spielberg.
Man kann sich heute bei all den Hochglanz-Bildern aus Spielberg fast nicht mehr vorstellen, wie es einst auf der Rennstrecke ausgesehen hat. Wir haben in unserem Videoarchiv gestöbert und sind auf einen Film aus dem Jahr 2005 gestoßen, in dem Kleine-Zeitung-Redakteur Josef Fröhlich mit seinen damals noch sehr jungen Söhnen die Geschichte der damals demolierten Rennstrecke dokumentiert hat. Ein sehenswertes, teils amüsantes Stück Zeitgeschichte, sogar ein Ferrari ist auf der kaputten Rennstrecke unterwegs...
Nehmen Sie sich diese vier Minuten Zeit, es lohnt sich!

