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Chronik

Diese sieben Pflanzen sind hierzulande am Vormarsch

vor 6 Jahren3. Juli 2020 um 15:59
Steiermark
Das aus China und Indien stammende Drüsige Springkraut ist hierzulande in Waldlichtungen, Gräben und Ufern stark verbreitet. Es kann andere Pflanzen rasch verdrängen, andererseits bietet es Bienen viel Nektar. Einzelpflanzen sollen ausgerissen, Flächenbestände gemäht werden. Wie meist bei Neophyten-Bekämpfung gilt: Nicht blühende Pflanzen dürfen in die Biotonne. Blühende und fruchttragende Pflanzen dürfen nur sehr gut verpackt in den Restmüll.
Der Riesenbärenklau wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Kaukasus nach Europa eingeführt. Als „Zierpflanze“, die hierzulande an Ufern und Waldrändern bis zu fünf Meter hoch werden kann. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann in Kombination mit UV-Strahlung Schweiß, Hautreizungen und Verbrennungen dritten Grades verursachen. Daher: Entfernung nur mit Schutzkleidung, Maske, Handschuhen und Schutzbrille! Einzelpflanzen werden meist ausgestochen, Flächenbestände gemäht. Wenn die Pflanze schon blüht, nicht kompostieren.
Der Götterbaum, auch Bitteresche oder Himmelsbaum genannt, wurde im 18. Jahrhundert aus Ostasien eingeführt. Er wächst bis zu drei Meter pro Jahr und bildet durch seine Wurzelausläufer, die auch Mauern durchdringen können, rasch dichte Bestände. Blatt und Rinde können Ausschläge und Atemprobleme verursachen, bei Kontakt mit Pflanzensaft besteht die Gefahr von Herzmuskelentzündungen. Beste „Bekämpfung“ ist das Ausreißen von Jungpflanzen, es gibt auch das biologische Mittel „Ailanthex“.
Salvinia: Weltweit gilt die auch „Lästiger Schwimmfarn“ genannte Pflanze zu den 100 invasivsten Arten überhaupt, in steirischen Gewässern taucht sie aufgrund der Klimaerwärmung auch bereits auf.Händisches Entfernen ist effektiv, aber aufwendig.
Verschiedenblättriges Tausendblatt: Diese beliebte Aquarienpflanze wurde aus Amerika importiert, ehe sie sich in freier Natur verbreitete. Das Tausendblatt bildet rasch dichte Matten. Eine Pflanze kann bis zu 2,5 Meter erreichen, im Sommer ragen kurze Sprosse aus dem Wasser. Wo sie auftritt, kann sie rasch bestehende Pflanzen und Fische verdrängen. In kleineren Gewässern ist händische Entfernung außerhalb der Vegetationsperiode möglich, in größeren werden u. a. Mähboote eingesetzt, chemische Bekämpfung ist im Wasser verboten.
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