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So gehen die Lavanttaler mit der Corona-Krise um

Corona-Krise: Seit Montag gilt die Ausgangsbeschränkung. Wie die Bürger aus dem Bezirk mit der neuen Situation umgehen, welche Probleme sie haben und was sie von der Zukunft erwarten.

Christian Ellersdorfer (35), Assistenz-Professor am Institut für Fahrzeugsicherheit an der TU Graz: „Ich wäre Anfang April im Zuge meiner Professorenausbildung für drei Monate an der Temple University in Philadelphia gewesen. Nun wurde aber alles abgesagt. Ich arbeite jetzt im Home Office in Graz“, sagt der gebürtige Lavanttaler: „Es ist eigentlich ganz in Ordnung für mich. Ich komme zu Dingen, für die im Büro sonst nie genügend Zeit war.“
Für Christian (48) und Rosamunde Hartl (44) aus Reideben war es wichtig, dass „diese für uns ungewohnt harten Maßnahmen getroffen wurden. Der positive Nebeneffekt ist, dass man das Leben miteinander wieder bewusster gestaltet. Die Familie steht im Mittelpunkt. Beeindruckend, wie die Menschen in schlechteren Zeiten trotz allem ein Wir Gefühl entwickeln. Trotzdem wäre es gut, wenn sich das Virus bald aus unser aller Leben verabschiedet.“
Pichler Michael (41), Bankangestellter in Bad St. Leonhard, gehört zu den Menschen, die, wenn auch unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen, derzeit ihrer Arbeit nachgehen. „Auch meine Frau Silvia (33) ist als Pflegeassistentin unabkömmlich. Unsere beiden Kinder Lea (13) und Michael (9) verbringen den Vormittag mit E-Learning und am Nachmittag mit Spielen im Garten. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.“
Katharina Radauer (20), Kindergartenpädagogin aus St. Johann, ist derzeit im Dienst – und zwar in einer Kindertagesstätte der LKH Zwerge. „Wir haben noch für spezielle Berufsgruppen offen und betreuen die Kleinsten jener Menschen, die ihre Arbeit erledigen müssen“, so Radauer. Der Alltag sei derzeit entschleunigt. Die Landjugendmädelleiterin hat aber mit ihrer Ortsgruppe in St. Stefan eine Unterstützung der Corona-Risikogruppen auf die Beine gestellt. „Wir bieten eine Einkaufshilfe an – einfach, um etwas zurückzugeben.“ Andere Gruppenaktivitäten wurden abgesagt. Die Kommunikation findet via WhatsApp statt.
Im Telekom Shop in Wolfsberg steht der St. Pauler Einzelhandelskaufmann Stefan Klautzer (20) täglich im Geschäft. „Aufgrund der Vorschriften aber mit stark geänderten Öffnungszeiten“, sagt Klautzer. „Im Vordergrund steht aber stets, dass wir aufeinander aufpassen“, so Klautzer, der sich bei der Feuerwehr sowie der Landjugend mit Lebensmittellieferungen engagiert.