Favoritin Pilhatsch kommt in Form: "Timing dürfte passen"
Vize-Weltmeisterin Caroline Pilhatsch schwimmt bei der Kurzbahn-EM in Glasgow (4. bis 8. Dezember) um Medaillen.

Die Situation ist für Caroline Pilhatsch doch ein wenig neu. Das steirische Schwimm-Ass reist als amtierende Vize-Weltmeisterin über 50 Meter Rücken zur Kurzbahn-Europameisterschaft nach Glasgow - und als solche gehört man eben auch zum Favoritenkreis. "Eine gewisse Erwartungshaltung", sagt Pilhatsch, die kann sie da nicht leugnen
Kurbahn-EM in Glasgow
Kurzbahn-EM in Glasgow von 4. bis 8. Dezember.
OSV-Kader-Damen: Nina Gangl (Mödling), Lena Grabowski (Neusiedl), Claudia Hufnagl (USC Graz), Marlene Kahler (SVS), Lena Kreundl (Uster Wallisellen), Lena Opatril (SC Innsbruck), Cornelia Pammer (Traun), Caroline Pilhatsch (AT Graz), Arianna Sakellaris (Uster Wallisellen)
Herren: Valentin Bayer (Mödling), Johannes Dietrich (Steyr), Heiko Gigler (Spittal), Robin Grünberger (Tiroler WSV), Xaver Schwentner (Innsbruck), Marvin Miglbauer (Steyr), Bernhard Reitshammer (ASV Linz), Christopher Rothbauer (SVS), Patrick Staber (SVS), Alexander Trampitsch (Steyr)
Caroline Pilhatsch: Die Vizeweltmeisterin schwimmt am Mittwoch den Vorlauf über 100 Meter Rücken, am Samstag jenen über 50 Meter Rücken. Die Semifinali werden am Nachmittag ausgetragen.
Doch der Druck ist dann auch nichts völlig Neues für sie, weil sie selbst immer große Anforderungen an sich selbst stellt. Und er ist schon gar nichts Schlechtes, weil die Grazerin die Gabe besitzt, an Drucksituationen zu wachsen und sich von Vorlauf bist zu Finallauf zu steigern. In Glasgow schwimmt sie über 50 und 100 Meter Rücken gegen die europäische Elite um Medaillen - und eine solche ist auch das erklärte Ziel.
In Kasan und Doha noch auf Formsuche

Die Europameisterschaft bezeichnet Pilhatsch als ersten "wichtigen Wettkampf seit meiner vierwöchigen Polizeiausbildung", die sie im Herbst bestritten hat. Zwei Weltcup-Bewerbe hat sie seitdem in der Langbahn bestritten, beide Male ließen die Zeiten jedoch zu wünschen übrig. "Ich habe zwar damit gerechnet, hätte mir aber doch erhofft, dass es ein wenig besser läuft", sagt die Athletin des Allgemeinen Turnverein Graz selbstkritisch, die sich aber zuletzt wieder an ihre Wunschzeiten herangetastet hat: "Ich will es nicht verschreien, aber das Timing dürfte passen."
Die Medaillenkämpfe in Glasgow finden von 4. bis 8. Dezember statt. Am Eröffnungstag finden die Vor- und Semifinal-Läufe über 100 Meter statt, das Finale geht tags darauf über die Bühne. Der 50-Meter-Bewerb wird schließlich zur Gänze am Samstag ausgetragen - dort zählt Pilhatsch auch zum Favoritenkreis, prognostiziert aber, dass sie wohl an ihre WM-Zeit von 25,99 Sekunden rankommen oder sie gar knacken muss, um auf dem Podest stehen zu können.
Nach dem EM geht es in die Auster
Die EM bildet den Auftakt einer intensiven Wettkampfphase für Pilhatsch. Danach findet in der Auster Graz die Kurzbahn-Staatsmeisterschaft statt (12. bis 15. Dezember), ehe drei Tage später im ungarischen Györ ein internationales Langbahn-Meeting ansteht. "Dort nehme ich dann wieder gezielt das Limit für die olympischen Spiele in Angriff", sagt Pilhatsch.
Die ATG-Schwimmerin ist aber nicht die einzige Schwimmerin aus der steirischen Landeshauptstadt. Claudia Hufnagl vom USC Graz wird sich in Schottland über 400 Meter Lagen (Mittwoch), 200 Meter Delfin (Freitag), 100 Meter Delfin und Lagen (Samstag) und die 400 Meter Kraul versuchen. Und mit dem Kärntner Heiko Gigler hat ein weiterer Schwimmer im „Tollcross International Swimming Centre“ ein starkes Band zu Graz. Er schwimmt zwar für den SV Spittal, studiert, trainiert und lebt aber in Graz.


