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Vom Buch bis hin zu Bits & Bytes

Am 26. September 2019 wird die modernste Bibliothek Öster­reichs, die Universitätsbibliothek Graz, eröffnet. Eine wichtige Investition in den Forschungs­- und Wissensstandort Steiermark.

Spektakulär ragt der neue Quader mit Glasfront über dem histori­schen Bibliotheksgebäude
© BIG/Pucher/Artaker
Spektakulär ragt der neue Quader mit Glasfront über dem histori­schen Bibliotheksgebäude

Wissen kann man nachschlagen und sich aneignen. Wissen wird an der Universität Graz gewonnen und geteilt. In attraktiven, lichtdurchfluteten Räumen, hoch über dem Campus der Universität Graz. Über einem wunderbaren Lesesaal aus dem Jahr 1895. Die neue Universitätsbibliothek wird Studierende, WissenschafterInnen sowie die Öffentlichkeit dazu inspirieren, Bewährtes mit kreativen Ideen zu verbinden.

Hans­-Peter Weiss,  Ge­schäftsfüh­rer der Bundesimmobiliengesell­schaft
© WOLFGANG ZLODEJ
Hans­-Peter Weiss, Ge­schäftsfüh­rer der Bundesimmobiliengesell­schaft

Mit der Sanierung ...

Genau diesem Motto folgt das neue Erscheinungsbild der Bibliothek – als eine Kombination aus einem spektakulären, auskragenden Quader und dem historischen Lesesaal. Dessen Fassade, die mehr als 50 Jahre hinter einem Zubau aus den 1970er-Jahren verschwunden war, wurde wieder ans Tageslicht geholt und saniert. Darüber scheint der markante, vom Grazer Architekten Thomas Pucher entworfene, Aufbau zu schweben.

... und Erweiterung der Bibliothek der Universität Graz hat die Bundesimmobiliengesellschaft eine repräsentative, zeitgemäß ausgestattete Bibliothek errichtet, die modernsten Forschungsstandards gerecht wird. Zudem ist sie ein Paradebeispiel für die gelungene Kombination vermeintlicher Gegensätze: Alt trifft Neu, Theorie trifft Praxis und Wissenschaft trifft Kunst.

Peter Ried­ler, Vize­rektor für Finanzen & Standort­entwick­lung
© KANIZAJ Marija-M. | 2016
Peter Ried­ler, Vize­rektor für Finanzen & Standort­entwick­lung

Beim Bauprojekt ...

Großes Augenmerk wurde beim gesamten Bauprojekt auf eine nachhaltige Bauweise und auf ökologische Energieformen gelegt. So können die Gebäude nicht nur mit der integrierten Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung belüftet werden, sondern es besteht auch die Möglichkeit der natürlichen Lüftung. Dadurch ergeben sich eine hohe Raumluftqualität und eine angenehme Atmosphäre. Und diese kommt nicht nur den Studierenden und den WissenschafterInnen zugute, sondern allen NutzerInnen. Denn die mehr als vier Millionen Informationsträger sind allgemein zugänglich, die Benützung der Bestände sowie die Inanspruchnahme der meisten Dienste kostenlos.


... Universitätsbibliothek Neu wurde großes Augenmerk auf nachhaltige Bauweise und ökologische Energieformen gelegt. Das Gebäude ist mit einer großen Photovoltaik-Anlage, effizienter Wärmerückgewinnung und energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet. Thermisches Glas, Blendschutz und Belüftung sorgen für ein angenehmes Raumklima.

Seit der Eröffnung des Gebäudes im Jahr 1895 wurde die größte steirische Bibliothek immer wieder stückweise ergänzt. Nun sind erstmalig die Gebäudeteile mit mehr als 10.000 Quadratmetern zu einer Einheit zusammengewachsen. Dazu wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 4000 Kubikmeter Erde bewegt und 4200 Kubik Beton in Form gegossen. 400 Tonnen Stahl und 3500 Quadratmeter Glas wurden für den einzigartigen Überbau verbaut.

Der histori­sche Lesesaal wurde restau­riert und erstrahlt in neuem Glanz
© UNI GRAZ/ TZIVANOPOULOS
Der histori­sche Lesesaal wurde restau­riert und erstrahlt in neuem Glanz

Die neue, verglaste Eingangshalle verbindet die Universitätsbibliothek mit dem Hauptgebäude. Von ihr aus gelangt man zu den Garderoben, zum denkmalgeschützten Lesesaal, zur Ausleihe, in den neuen Hörsaal für 430 Studierende sowie zu den insgesamt 500 Lern- und Arbeitsplätzen für BenutzerInnen im Glaskubus. Rund 28 Milionen Euro haben die Bundesimmobiliengesellschaft und die Universität Graz investiert. Zwischen der Bibliothek und dem RESOWI- Zentrum entsteht – ähnlich einer großen Piazza – ein Ort des Dialogs und der Begegnung: mit einem riesigen überdachten Vorplatz sowie einem Gastgarten des beliebten Uni-Cafés „Libresso“.

Im neuen „Alumni­ Hörsaal“ finden ab sofort 430 Personen Platz
© BIG/ATELIER THOMAS PUCHER
Im neuen „Alumni­ Hörsaal“ finden ab sofort 430 Personen Platz

Der 1996 von Günther Domenig errichtete an die Bibliothek anschließende Gebäudeteil gegenüber dem RESOWI-Zentrum bleibt unverändert. Dort wird das Studierenden-Service-Center mit der Studien- und Prüfungsabteilung sowie dem Studien-Info- Service „4students“ Platz finden.

Die auf kurzem Weg erreichbaren Räumlichkeiten erleichtern die Orientierung der Studierenden.

Christa Neuper, Rektorin der Univer­sität Graz
© Kanizaj | 2018
Christa Neuper, Rektorin der Univer­sität Graz

Exzellente Wissenschaft ...

... braucht exzellente Infrastruktur. Die neue Universitätsbibliothek entspricht allen Anforderungen, die eine Bildungs- und Forschungsinstitution des 21. Jahrhunderts braucht. Dazu zählen attraktive Lernplätze, der Zugang zu digitalen Medien und moderne Technik im Hörsaal – passend zum zukunftsweisenden Motto der Universität Graz: We work for tomorrow!

Gerüstet für heute und morgen. Die Anforderungen an eine Bibliothek haben sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Um diesen gerecht zu werden, hat sich die Universitätsbibliothek in den vergangenen Jahren konsequent als internationales Kompetenzzentrum für Digitalisierung, Restaurierung und die Erforschung des schriftlichen Kulturerbes positioniert und etabliert. Der Neubau wird diese Top-Position weiter festigen.

Architekt Thomas Pucher hat den Neubau entworfen
© CONTAST
Architekt Thomas Pucher hat den Neubau entworfen

Der Neubau ...

... der Universitätsbibliothek Graz wird den Anforderungen einer Bibliothek des 21. Jahrhunderts gerecht, indem er unterschiedliche Baukörper, Funktionen, Räume und Stile zu einem homogenen Ensemble vereint. Die Intention, die ursprüngliche Bibliothek und den historischen Teil des Gebäudes frei auszuspielen, ist gelungen. Diese Harmonie der Gegensätze zwischen dem unter Denkmalschutz stehenden Teil und dem Neubau soll den Besucherinnen und Besuchern als Inspiration dienen.

Zu den größten Schätzen

... der Universitätsbibliothek Graz gehören fünf georgische Handschriften, die zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert im Katharinenkloster am Sinai entstanden sind. Kostbarkeiten sind auch die Gründungsurkunde der Universität Graz von 1585 und die Matrikel des ersten Studenten: des späteren Kaisers Ferdinand II.