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Politik

Alte Hasen, Neulinge und Wackelkandidaten

13 Frauen und 14 Männer: Die 27 Anwärter für das Amt eines EU-Kommissars im Kurzporträt.

vor 7 Jahren10. September 2019 um 12:22
Europäische Union
Die Christdemokratin Ursula von der Leyen (60) war die Überraschungskandidatin der EU-Staats- und Regierungschefs und wurde Mitte Juli vom EU-Parlament mit knapper Mehrheit gewählt. In Deutschland war die in Brüssel geborene und mehrsprachige Mutter von sieben Kindern unter anderem Familien-, Sozial- und Verteidigungsministerin.
Die Liberale Margrethe Vestager (51) wollte selbst Kommissionspräsidentin werden - und bekommt nun als "exekutive Vizepräsidentin" eine besondere Stellung. Als Wettbewerbskommissarin hat sich die resolute Dänin unter anderen Google, Facebook und Amazon vorgeknöpft. In Dänemark war die studierte Ökonomin vorher Bildungs-, Wirtschafts- und Innenministerin.
Der Sozialdemokrat Frans Timmermans (58) wollte ebenfalls selbst Kommissionschef werden. Der ehemalige niederländische Außenminister ist schon seit 2014 Erster Vizepräsident. Auch er wird "exekutiver Vizepräsident", auf Augenhöhe mit Vestager. Der Diplomat, der sieben Sprachen beherrscht, war bisher unter anderem für Rechtsstaatlichkeit zuständig. Er übernimmt die Klimapolitik und koordiniert den "Green Deal".
Der Christdemokrat Valdis Dombrovskis (48) ist der dritte "exekutive Vizepräsident". Er ist seit 2014 einer der Kommissionsvizepräsidenten, zuständig für den Euro. Vorher war er von 2009 bis 2013 lettischer Regierungschef. Er ist weiterhin zuständig für Finanzdienstleistungen und Euro, koordiniert darüberhinaus aber Wirtschaft und Soziales. 
Der Sozialist Josep Borrell (72) wird EU-Außen- und Sicherheitsbeauftragter und ebenfalls einer der insgesamt acht Vizepräsidenten der EU-Kommission. Der Ökonom ist seit Juni 2018 spanischer Außenminister. Zuvor hatte er seit Ende der 1970er Jahre diverse Regierungsposten und war von 2004 bis 2007 Präsident des EU-Parlaments.
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