„Waschtag is´“ wie vor 150 Jahren im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing
Die Hose und das T-Shirt sind schmutzig? Was macht man, damit die Lieblingssachen so schnell wie möglich wieder bereit zum Anziehen sind? Waschen! Doch wie hat man das vor etwa 150 Jahren gemacht, als es noch keine Waschmaschine, keinen Trockner und keine Dampfbügelstation gab?

Passend zum diesjährigen Jahresthema „Harte Arbeit – frohe Feste!“ Work-Life-Balance anno dazumal? heißt es am 25. August von 10 bis 16 Uhr im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing: „Waschtag is´…“. Bei diesem Thementag erhalten die Besucher/innen nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Wäschewaschens, sondern können auch allerhand rund um die Themen Sauberkeit und Hygiene anno dazumal entdecken.

Waschtag is´ … Thementag rund um Wäschewaschen, Sauberkeit und Hygiene
Es war einmal … der Waschtag
Vor der Erfindung der Waschmaschine war der Waschtag wirklich harte Arbeit und dauerte mindestens einen, wenn nicht zwei ganze Tage. Alle zwei bis drei Wochen wurde die große Wäsche – Leibwäsche, Baumwollhemdchen, Bettwäsche und Röcke – gewaschen. Bereits am Vortag musste die Wäsche eingeweicht werden. Jedes einzelne Stück war von Hand einzuseifen, zu bürsten und musste über die Waschrumpel gezogen werden. Natürlich musste die Wäsche, damit sie wieder sauber wird, auch mit der Stampfe behandelt und mit dem Bleuel – einem speziell geformten Holzbrett – geschlagen werden. Geschwemmt wurde die Wäsche im Bach. Nach dem Auswringen und Mangeln hängte man die Wäsche zum Trocken auf. Gebügelt wurde, sobald die Wäsche trocken war, mit glühenden Kohlen in einem gusseisernen Bügeleisen.
Sonntag, 25. August 2019, 10–16 Uhr
Österreichisches Freilichtmuseum Stübing
Enzenbach 32
8114 Stübing
www.freilichtmuseum.at