Gemeinsam die Erfolge der Zukunft schmieden
Seit 2015 sind die Stadt Weiz und die Marktgemeinde St. Ruprecht an der Raab Nachbarn. Und leben seitdem vor, wie eine perfekte Nachbarschaft funktioniert.


Gemeinsam sind wir stärker!“ Mit diesem Grundgedanken haben im Dezember 2015 die Marktgemeinde St. Ruprecht/Raab und Stadtgemeinde Weiz beschlossen, den Wirtschaftsraum Weiz–St. Ruprecht/Raab gemeinsam nachhaltig als Standort mit besten Arbeits- und Lebensbedingungen zu stärken und weiterzuentwickeln. Dafür wurde eigens die St. Ruprecht – Weiz Industrieansiedlungs GmbH gegründet. Unter der Geschäftsführung von Bürgermeister Herbert Pregartner (St. Ruprecht/Raab) und Roman Neubauer (Stabstelle Wirtschaft & Betriebsansiedelung, Weiz) werden geeignete Industrieflächen sowie Betriebsstätten aufbereitet, vermittelt und Standort-Marketingmaßnahmen durchgeführt. Im Zuge eines ersten gemeinsamen Projektes der Programmlinie „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (IWB-EFRE) mit dem Titel „Zukunft Wirtschaftsraum Weiz – St. Ruprecht“ wurden Vorstudien durchgeführt und diese als Basis für die Aufschließung von geeigneten Industrieflächen herangezogen. 2018 wurde ein weiteres EFRE-IWB-Projekt – „TIP Süd – transregionaler Standort Industriegebiet Preding Süd“ – mit einem Projektbudget von 1,6 Millionen Euro genehmigt.
Erfolgsformel 70:30. Ziel der Kooperation ist, dass für jedes interessierte Unternehmen im Wirtschaftsraum ein idealer Standort gefunden wird – und zwar unabhängig von einzelnen Gemeindeinteressen. Wie das funktioniert, erklärt Herbert Pregartner: „Wir haben eine Teilung der Kommunalsteuer vereinbart. Dabei wird die gesamte Kommunalsteuer aus gemeinsam angesiedelten Betrieben im Verhältnis 70:30 gesplittet. 70 Prozent erhält die jeweilige Standortgemeinde, 30 Prozent die Partnergemeinde.“ Betriebsstätten und auch leerstehende Gewerbeflächen konnten so bereits errichtet bzw. vermittelt werden. Beispiele für erfolgreiche Ansiedelungen sind die Softwarefirma evon, die Tischlerei LIGNEAL sowie die Erweiterung der Betriebsstätte von Matzhold Logistik.
Auf der Datenautobahn. Im Wirtschaftsraum verfügen die Industrie- und Gewerbegebiete über hochmoderne Infrastruktureinrichtungen auf dem modernsten Stand der Telekommunikation. Das garantiert die Glasfaserinitiative G31 (Bandbreite von bis zu 10 Gbit/s!) mit der koordinierten Vorgangsweise in der Planung und im Ausbau im gesamten Bezirk Weiz. Ein weiteres großes Plus: Alle Interessenten werden mit einer umfassenden und gezielten Beratung unbürokratisch unterstützt und erhalten Zugang zu innovativen Fördermöglichkeiten.
„Unser Wirtschaftsraum soll eine Smart Region werden. Mit intelligenten Lösungen für Infrastruktur, IT, Mobilität, Energie und Gebäude.“
Roman Neubauer, GF, St. Ruprecht – Weiz Industrieansiedlungs GmbH
Beste Referenzen. Wie wettbewerbsfähig dieser Raum schon heute als Unternehmensstandort ist, davon zeugen die bereits hier beheimateten Unternehmen, die teils regional, national, aber auch weltweit operieren. Dazu zählen Global Player mit echter Strahlkraft wie die Siemens AG, die ANDRITZ HYDRO GmbH oder Rondo Ganahl AG. Aber auch die Automobilindustrie ist seit jeher stark vertreten, beispielsweise mit Magna Presstec und Magna Auteca. Im Innovationszentrum W.E.I.Z., dem Standort für Forschung, Bildung und Wirtschaft, sind innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen, wie etwa das Institut „Materials“ der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft, das Studien- & Technologie Transfer Zentrum Weiz oder die Ingenium Education (Institut für internationale Fortbildung und Weiterbildung) tätig.
Gut zu wissen
Top-Nachwuchs & Lebensqualität. Alle Unternehmen im Wirtschaftsraum profitieren vom hervorragenden Bildungsangebot der Region, mit hochqualifizierten Arbeitskräften. Mit rund 4000 Schülern (mehrere VS und NMS, BG und BRG, HLW, HAK und HTBLA) ist Weiz die größte Schulstadt in der Oststeiermark. Doch der Wirtschaftsraum ist nicht nur ein attraktiver Wirtschaftsstandort: Die Region selbst sorgt mit einer Vielzahl an sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Einrichtungen für eine hohe Lebensqualität und setzt Maßnahmen für die Weiterentwicklung zu einer smarten Region. Die unmittelbare Natur vor der Haustür, das regional hergestellte Lebensmittelangebot und die breite Palette an Sport- und Freizeitmöglichkeiten machen sie auch zu einem besonderen Lebensstandort.
Was der Wirtschaftsraum Weiz – St. Ruprecht/Raab Unternehmen bietet:
- Nachhaltiges Flächenmanagement
- Innovative Energie- und Mobilitätskonzepte
- einen zukunftsorientierten Bildungsstandort
Weiz:
Einwohner: rund 11.700
Fläche: 17,5 km2
Schüler: 3550
Schulen: 13
St. Ruprecht/Raab:
Einwohner: rund 5300
Fläche: 41,1 km2
Schulen: 4