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Wirtschaft & Geld

Anleger wetten auf die Mobilität der Zukunft

Fahrdienstvermittler Uber: An der Wall Street in new York ist einer der größten Börsengänge seit Jahren über die Bühne gegangen. Die Aktien starteten im Minus.

vor 7 Jahren10. Mai 2019 um 17:03
Das vor zehn Jahren gegründete Technologieunternehmen aus Kalifornien, das noch immer keine Gewinne schreibt, kommt auf eine Gesamtbewertung von mehr als 82 Milliarden Dollar (73 Milliarden Euro) - und ist damit so viel wert wie BMW und Volkswagen zusammen. Die Aktien sind bei ihrem mit Spannung erwarten Börsendebüt aber mit Verlusten gestartet. Der erste Kurs lag bei 42,00 Dollar und damit weit unter dem Ausgabepreis von 45,00 Dollar.
Ursprünglich wurde sogar noch eine höhere Bewertung  angepeilt. Am Ende legte Uber jedoch den Ausgabepreis aber am unteren Ende der Spanne fest, wohl auch um das Schicksal des kleineren Rivalen Lyft zu vermeiden, mit dessen Aktien es seit dem Börsengang Ende März nur bergab ging. Platziert wird zunächst ein Anteil von rund zehn Prozent.
Bekannt wurde Uber, weil der Konzern in vielen Regionen der Welt - auch in Österreich und Deutschland - die Taxibranche auf den Kopf gestellt hat und die Art veränderte, wie Menschen mobil unterwegs sind: Die Firma vermittelt Mitfahrten über eine App, zuletzt zählte sie nach eigenen Angaben 91 Millionen Kunden pro Monat.
Genau in dieser Entwicklung stecke die Fantasie an der Börse, sagt Anlage-Experte Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. "Wegen der Taxis wird die Uber-Aktie nicht gekauft. Uber hat das Potenzial, die führende Plattform zu werden, über die Mobilitätsprobleme weltweit gelöst werden können." Für die Anleger ist es also vor allem eine große Wette auf die Zukunft.
Größter bisheriger Aktionär von Uber ist mit gut 16 Prozent der japanische Technologieinvestor Softbank, der auch an WeWork beteiligt ist. Die Firmengründer Travis Kalanick und Garrett Camp halten ebenfalls größere Pakete.
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