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Auf den Spuren von "Sound of Music" durch Salzburg

„The Sound of Music“ hat Salzburg weltweit bekannt gemacht, aber in Österreich kennt den Film kaum jemand. Eine Bustour zu den Drehorten - Jodeln, Apfelstrudel und Völkerverständigung inklusive.

Drei Mal fährt der Bus um den Kreisverkehr in St. Gilgen am Wolfgangsee. Aus den Boxen tönt Julie Andrews, dass sie gern knusprigen Apfelstrudel und Schnitzel mit Nudeln mag.
Während außen an den Scheiben die letzten Tropfen des Salzburger Schnürlregens abrinnen, kommt David Collinson drinnen ins Schwitzen. Er ist Dirigent, Vorsänger, Entertainer. Eigentlich Touristenführer. Wenn das mit dem Mitsingen nicht besser werde, werde man Runde um Runde weiterdrehen, lässt er seine Gäste aus Pakistan, Singapur oder aus den Vereinigten Staaten wissen.
Auch Jodeln versucht er ihnen beizubringen. Zumindest, was man in Hollywood darunter versteht. „Lady Oh, Lady Oh, Lady Oh, Lady Oh.“ Collinson fuchtelt mit einer Stoffziege. Sie ist einer Marionette aus „The Sound of Music“ nachempfunden - jenem Musicalfilm aus den 1960ern über die singende Salzburger Trapp-Familie, den man in Österreich kaum kennt, der Salzburg aber international bekannt gemacht hat.
Jahr für Jahr strömen gut 300.000 „The Sound of Music“-Fans nach Salzburg. 40.000 davon karrt das Busunternehmen Panorama Tours zu den Filmschauplätzen. 1964, während der Dreharbeiten, hatte man schon Darsteller und Crew chauffiert.
Collinson füttert die Touristen mit Hintergrundinfos zu Film und Familie, indes werden die Handys gezückt. Eine Kehre bei der Pädagogischen Hochschule Salzburg bietet vom Bus aus freie Sicht auf das Stift Nonnberg, in dem Maria von Trapp lebte. Rund 20 Nonnen wohnen dort heute. Was auf den Urlaubsbildern stört: die Tropfen an der Scheibe.