Suche

Starke Unternehmen für einen starken Lebensstandort

Auch heuer ruft die Wirtschaftskammer Kärnten den 30. April zum „Tag der Arbeitgeber“ aus. WK-Präsident Jürgen Mandl im Gespräch über die Institutionalisierung einer guten Idee und ein unternehmensfreundlicheres Kärnten.

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer  Kärnten
© Walter FRITZ
Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

Der „Tag der Arbeitgeber“ geht heuer in die siebte Runde. Welche Botschaft ist für Sie dabei besonders wichtig?
jürgen mandl: Was wäre der Tag der Arbeit denn ohne Arbeitgeber? Die Unternehmer schaffen die Grundlage für unseren Wohlstand, und selbst in konjunkturell unsicheren Zeiten sind die Unternehmer Treiber und Motivator. Wir wollen die Gesellschaft darauf aufmerksam machen, dass es ohne Arbeitgeber eben keine Arbeitsplätze und somit auch keinen Feiertag gäbe.

Ist die Botschaft denn schon bei den Menschen angekommen?
Die Unternehmer sind vom „Tag der Arbeitgeber“ begeistert, denn es entspricht natürlich ihrem Selbstverständnis. Generell haben wir bei der Gesellschaft, und somit auch bei den Verwaltungsorganisationen, noch Arbeit vor uns. Wir möchten Bewusstsein für die ursächliche Rolle der Unternehmer schaffen. Ursächlich eben nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für Einkommen, Steuern und Wohlstand. Ziel ist, dass der „Tag der Arbeitgeber“, am besten österreichweit, institutionalisiert wird. Das gelingt uns von Jahr zu Jahr besser. Dafür haben wir ein umfassendes Marketingpaket geschnürt, inklusive einer Tour ab 23. April durch die Bezirksstädte.

Welche Highlights erwarten uns?
Einen Programmpunkt möchte ich hervorstreichen: Am 30. April ist nicht nur der „Tag der Arbeitgeber“, an dem wir die Flaggen für Kärntens Unternehmer hissen, sondern es findet auch der erste „X-Trail Businessrun“ statt. Ab 17 Uhr startet der Hauptbewerb mit fünf Kilometern, 125 Höhenmetern und fünf Hindernissen auf der Schleppe Alm. Es gilt – ähnlich wie im Arbeitsalltag – Hürden im Team oder als Einzelkämpfer zu bewältigen.

Die Meinung von Politikern spielt in der öffentlichen Diskussion eine große Rolle. Wie wollen Sie die Rahmenbedingungen für Selbstständige auf politischer Ebene verbessern?
Kürzlich wurde per Regierungsbeschluss der Startschuss für die Wirtschaftsombudsstelle, die Behördenverfahren beschleunigen und erleichtern soll, gegeben. Gemeinsam mit dem Wirtschaftslandesrat haben wir auch die Deregulierungsoffensive „Kärnten unternehmensfreundlich“ entwickelt. Das ist nicht nur der Titel des Projekts, sondern auch unser fester Vorsatz: Wir setzen auf Kärntner Ebene Vereinfachungsmöglichkeiten bei Gesetzen und ihrer Vollziehung durch die Behörden aus Sicht der Betriebe um. Wir tun alles, damit Unternehmer sein in Kärnten wieder mehr Freude macht.

Weitere Informationen ...

Wie soll das gelingen?
Erfolgsfaktoren sind zweifelsohne eine standortfreundliche Gesetzgebung und eine serviceorientierte, smarte Landesverwaltung mit cleveren Behördenverfahren für Betriebe. Denn starke Unternehmen schaffen auch einen starken Lebensstandort. Wie wir das Zusammenwirken von Unternehmern und Behörden weiter verbessern können, haben wir in Unternehmergesprächen bei den Betroffenen abgefragt. Jetzt haben wir die Chance, gemeinsam vernünftige Spielregeln für ein kraftschlüssiges Zusammenspiel von unternehmerischem Tatendrang und behördlichem Ordnungsinteresse zu schaffen.
zum „Tag der Arbeitgeber“ gibt’s unter tagderarbeitgeber.at