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Mehr Wohnwert, besser leben

Wie definiert man den Wohnwert? Und was können die Digitalisierung bzw. ein Smart Home dazu beitragen?

Smart Home erhöht den Gebrauchsnutzen einer Wohnung
© JAKOBCHUK
Smart Home erhöht den Gebrauchsnutzen einer Wohnung

Die wissenschaftliche Wertanalyse definiert den Begriff „Wohnwert“ als eine Funktion von Nutzen (z. B. Sicherheit) und Aufwand (z. B. Wohnkosten). Für die Wohnökologin Sigrid Rughöft „errechnet“ er sich aus dem Grad der Übereinstimmung von Wohnbedingungen und Wohnansprüchen. Als Bedingungen definiert sie die Merkmale einer Wohnung, eines Wohngebäudes und der Wohnumgebung. Die Wohnansprüche sind die Forderungen eines Bewohners an Wohnung, Haus und Umgebung.

Die Sozialforscher Weeber und Bosch definieren den Begriff als materiellen und ideellen Nutzen in vier Kategorien: Der Gebrauchsnutzen beinhaltet Faktoren wie die praktische Tauglichkeit oder das gesunde Wohnen. Der Geltungsnutzen sieht die Wohnung als Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Ganz wichtig sind für sie Schutzwert und soziale Qualität, womit sie die räumlichen Angebote zur Kommunikation meinen. Und immer wichtiger werde der emotionale Wert, das „Sich zuhause wohlfühlen“.

Der Wettbewerb der Baumaterialien

Die Digitalisierung unserer Lebenswelten trägt viel zur Verbesserung des Wohnwerts bei. Im „Smart Home“ erledigen intelligente digitale Helferlein für uns viele Aufgaben: Man hat vergessen, in Licht auszuschalten – kein Problem mit einer automatisierten Abschaltung. Lacht nach einem kühlen Tagesbeginn am Nachmittag die Sonne vom Himmel, dann fährt der Sonnenschutz von selbst herunter. Auch die computergesteuerte Heizung und Kühlung eines Hauses ist einer manuellen Bedienung überlegen. Nicht zuletzt hat digital auch die Alarmanlagentechnologie revolutioniert – ein wichtiger Faktor für den Schutzwert einer Wohnung.
Worauf kommt es bei Baumaterialien an? Für ein angenehmes Wohnklima sind die Wohnraumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit die Hauptfaktoren. Diese werden durch den Wandaufbau, den Taupunkt innerhalb der Außenwand sowie durch das Heizsystem stark beeinflusst.

Enorm wichtig ist die Differenztemperatur zwischen Wandoberfläche und Raumtemperatur. Ist diese zu gering, entsteht eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Ist sie zu hoch, hat man des Gefühl, es zieht ständig. Einen Ausgleich schafft ein intelligentes Raumlüftungssystem.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Speicherfähigkeit des Wandmaterials. Ist es gut speicherfähig (beispielsweise Tonziegel), kann ein natürlicher Ausgleich der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit hergestellt werden.