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So gelingt der Frühjahrsputz

Mit den ersten Sonnenstrahlen macht sich oft erst das Ausmaß des Schmutzes, der sich über den Winter in allen Ecken und Ritzen angesammelt hat, bemerkbar. Mit diesen praktischen Tipps gelingt der Frühjahrsputz.

„Hinter dem Frühjahrsputz steht eine lange Tradition – denn sogar die Römer sind damals schon dem jährlichen Reinigungswahn verfallen“, schildert Norbert Schechner von Vorwerk Kobold. Tatsächlich geht der Frühjahrsputz auf eine Zeit zurück, in der Häuser noch mit dem Holzofen geheizt und am offenen Feuer gekocht wurde. Asche, Ruß und Staub haben sich in den Wohnräumen abgelagert und wurden von den Bewohnern erst an wärmeren Tagen wieder entfernt und geputzt. Der noch heute oftmals durchgeführte Frühjahrsputz wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Vor allem für Allergiker ist er ein wichtiges Thema, damit allergieauslösende Stoffe wie z.B. Hausstaubmilben und deren Kot bestmöglich beseitigt werden.
Erster Rundgang. Bevor Sie starten, legen Sie sich ein System zurecht und checken Sie, ob alle benötigten Utensilien griffbereit sind. Am besten machen Sie als erstes mit einem Müllsack einen Rundgang und entsorgen alles, was nicht mehr gebraucht wird, bevor es ans Putzen geht. „Im Sinne des Umweltschutzes können sehr gut Hausmittel wie Soda, Essig oder Zitrone zum Einsatz kommen und Spezialreiniger nur für sehr hartnäckige Flecken“, empfiehlt Schechner. Wer bei der Reinigung der Böden sogar völlig auf Putzmittel verzichten möchte, kann einen Saugwischer verwenden, denn dieser erzielt auch ohne Reinigungsmittel einwandfreie Ergebnisse und ist zudem noch energie- und zeitsparend.
Aufgabenliste. Anschließend gehen Sie am besten Raum für Raum vor und betrachten Sie nicht das große Ganze. Aufgabenlisten sowie eine Einteilung, wer welche Aufgaben übernimmt, helfen den Überblick zu behalten. Planen Sie zudem genügend Zeit und Pausen ein – vor allem mit Kindern. „Es hilft, die Aufgaben auf mehrere Tage aufzuteilen. Raum für Raum, von oben nach unten, von außen nach innen – wenn Sie diese Spielregeln beachten, steht dem Frühjahrsputz nichts mehr im Wege“, rät Schechner.
Ungeahnte Weiten: Wo man Staub findet. Oft vergisst man beim wöchentlichen Hausputz so manche Stellen, die man sich dann beim Frühjahrsputz gründlich vornehmen kann. Haben Sie zum Beispiel schon einmal einen Blick hinter Ihren Kühlschrank, in die Zwischenräume Ihrer Heizkörper oder auf Ihre Türkanten und Lampenschirme geworfen? An diesen Orten sammelt sich meist recht viel Staub an. „Um diese schwer zugänglichen Stellen zu reinigen, eignet sich zum Beispiel ein Staubwedel Aufsatz eines Staubsaugers gut, damit der Staub während der Reinigung nicht mehr durch die Luft gewirbelt wird, sondern direkt im Staubsauger verschwindet“, so Norbert Schechner.
Dusche. Weiters schadet es bestimmt nicht, den Duschkopf auf Kalkablagerungen, das Flusensieb der Waschmaschine oder auch das Auffangsieb der Spülmaschine zu begutachten. Neben der Reinigung der schwer zugänglichen Stellen im Haushalt können beim Frühjahrsputz auch Aufgaben wie das Herd- oder Ofenreinigen, das Auswischen des Kühlschranks oder das Auslüften der Matratzen erledigt werden, die sonst meist auf der Strecke bleiben.