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Chronik

Singend mit einem Stern

In Kärnten sind in diesen Tagen 7000 Sternsinger unterwegs. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Brauchtums. Hier stellen wir jeweils einen Sternsinger unserer Kärntner Regionen vor.

vor 8 Jahren4. Jänner 2019 um 09:36
FeldkirchenKlagenfurt Land
WolfsbergHermagorSpittal an der DrauTirolSankt Veit an der GlanVillach LandVillachVölkermarkt
Lydia Biedermann (14) aus Feldkirchen kennt sich mit allen Königen bestens aus. Sie ist seit neun Jahren als Sternsinger unterwegs, einen „fixen König“ hat sie nicht: „Wir wechseln das eigentlich immer so durch, das entsteht alles sehr spontan, im Laufe der Zeit kennt man dann ja schon alle Texte.“ Als Grund für ihr Engagement nennt sie den sozialen Hintergrund: „Ich mache das sehr gerne, mit dem Wissen, dass man anderen Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns, ein besseres Leben schaffen kann.“
Elena Penz (13) aus Wolfsberg war heuer bereits zum siebten Mal mit ihrer Sternsinger-Truppe unterweges. „Es macht großen Spaß, weil wir so eine tolle Truppe sind. Mein Motivationsfaktor ist, den Leuten eine Freude zu bereiten“, sagt die junge Lavanttalerin, die täglich zwischen 400 und 500 Haushalte in Wolfsberg besuchte. Drei bis vier Tage lang war sie vor dem Neujahrswechsel unterwegs, um als „Melchior“ mit Liedern und Gedichten den Menschen Freude zu bereiten.
Fabian Huber (24) ist seit zehn Jahren Sternsinger in der Pustertaler Gemeinde Heinfels. Dort ist es Tradition, dass Erwachsene als „Kinige“ von Haus zu Haus ziehen. „Es geht darum, Gutes zu tun“, sagt der Instrumentenbauer. Neben den Spenden sei es auch wichtig, den Dorfbewohnern eine Freude zu machen. Etwa 20 Lieder zählt das Repertoire der neunköpfigen Sternsingergruppe. Fabian Huber führt die Gruppe mit dem Stern an. Das Kunstwerk aus Glas hat er eigenhändig gefertigt. „Ich trage ihn mit Stolz“, sagt er.
Für Lea Keller aus Gmünd heißt es auch in den Ferien früh aufstehen. Um acht Uhr treffen sich die Sternsinger, um von Haus zu Haus zu ziehen. Die Neunjährige ist zum zweiten Mal dabei und spielt Kaspar: „Ich tue es für arme Kinder, die auf der Straße leben. Meine Schulfreundin macht auch mit.“ Im Vorfeld wurde fleißig geprobt, „ich sage zwei Sätze und wir singen ein Lied“. Nach stundenlangem Einsatz, und das selbst bei stürmischem Wetter, hat man sich eine Pause verdient, „mit Wiener Schnitzel und Eis“.
Zum dritten Mal war Celine Strmljan (9) aus St. Filippen, Gemeinde Brückl, mit einer Sternsinger-Truppe unterwegs. Heuer zum zweiten Mal als Sternträgerin. „Ich bringe gerne das Licht in die Häuser. Es macht mir Spaß mit meinen Freunden von Haus zu Haus zu ziehen, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln“, sagt die Neunjährige. Einen Tag lang ist sie mit vier weiteren durch ihre Heimat marschiert, hat gesungen und ein Gedicht aufgesagt. „Das mache ich gerne, ich singe auch in einem Chor.“
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