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Chronik

Großdemonstration für offene Gesellschaft in Berlin begonnen

Die Veranstalter rechnen mit rund 40.000 Teilnehmern.

vor 8 Jahren13. Oktober 2018 um 11:49
Politik
In Berlin hat die Großdemonstration für eine offene und solidarische Gesellschaft begonnen. Mit der Auftaktkundgebung am Alexanderplatz startete die Veranstaltung, zu der das Bündnis "Unteilbar" 40.000 Teilnehmer erwartet. "Sagt es laut, sagt es klar, wir sind alle unteilbar", skandierten die Teilnehmer vor der Bühne am Alexanderplatz am Samstagmittag.
Auf Plakaten stand etwa: "Kein Platz für Nazis" oder "Seenotrettung ist kein Verbrechen". Bei "Unteilbar" handelt es sich um ein breites Bündnis aus tausenden Vereinen, Verbänden und Organisationen. Dem Bündnis schlossen sich etliche kirchliche Organisationen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Parteien an. Unter anderem die SPD und Pro Asyl hatten zur Teilnahme an der Veranstaltung aufgerufen.
Unterstützt wird das Bündnis außerdem von Künstlern, Wissenschaftern und anderen Intellektuellen wie dem Satiriker Jan Böhmermann und der Band "Die Ärzte". Bei einer ähnlichen Demonstration "gegen Rassismus, Diskriminierung und Nationalismus" werden auch in Frankfurt am Main am Samstag laut den Veranstaltern tausende Teilnehmer erwartet.
Der deutsche Außenminister Heiko Maas unterstützt die in Berlin geplante Großdemonstration. Der SPD-Politiker nannte es ein großartiges Signal, dass am Samstag so viele auf die Straße gehen. "Wir lassen uns nicht spalten - von rechten Populisten schon gar nicht", sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag).
Er betonte, die Mehrheit in Deutschland stehe für Toleranz und Weltoffenheit. Neuer Nationalismus löse kein einziges Problem. "Wir brauchen keine Abschottung, sondern mehr internationale Zusammenarbeit. Eine Vielfalt der Herkünfte, Hautfarben, Religionen und Lebensstile ist für uns eine Bereicherung und keine Bedrohung." Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus dürften keinen Platz haben, "weder bei uns noch irgendwo sonst auf der Welt", sagte Maas weiter.
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