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Was Sie über Pandas wissen sollten

Ami Vitale porträtiert in ihrem neuen Bildband "Pandas" die "berühmtesten Botschafter Chinas". Drei Jahre lang fotografierte sie die dafür in einem Naturreservat und in einer Aufzuchtstation. Sehen Sie sich das an!

Für ihre Arbeit mit Pandas unternahm Ami Vitale im Laufe von drei Jahren mehrere Reisen nach China und lernte dort Menschen kennen, die sich bemühen, die Pandas zu retten. Auch begegnete sie den Bären selbst – und lernte sogar, wie ein Panda zu denken. Hier sehen wir sie bei der Arbeit... SCHON GEWUSST?  Pandas haben einen sechsten Finger – um Bambus besser greifen zu können.
Um den Menschengeruch zu überdecken, besprühenForscher und Wärter ihre Kostüme mit dem Urin und Kotvon Pandas. Diese Verkleidung hilft den Tieren, ihre Wildheit zu bewahren, und verhindert, dass die Tiere sich zu sehr an die Menschen gewöhnen un ihre natürliche Scheu verlieren. Denn das wichtigste Ziel lautet: auswildern, auswildern, auswildern. SCHON GEWUSST? Pandas brüllen nicht wie andere Bären. Sie meckern wie Ziegen, trompeten, fauchen oder bellen, um zu kommunizieren.
Es ist schwer vorstellbar, dass Pandas für den Menschen einstso geheimnisvoll und rätselhaft waren wie Bigfoot. Obwohl sie seit Millionen Jahren existieren, erfuhr die westliche Welt erst im vorigen Jahrhundert von ihnen. Der erste Panda wurde 1936 lebend gefangen. SCHON GEWUSST? Heute leben nur noch weniger als 2000 Große Pandas in der Wildnis.
Junge Pandas sind liebenswerte Fellknäuel, die kreischen undquieken. Diese gefährdete Spezies ist enorm schwer zu züchten und in Gefangenschaft zu halten. In den 1960er-Jahren überlebten nur 60 Prozent der in Zuchtzentren geborenen Pandajungen. Heute liegt die Überlebensrate bei 90 Prozent. SCHON GEWUSST? Wer heute einen Bären tötet, muss mit 20 Jahren Gefängnis rechnen. Bis in die 1960er Jahre war die Jagd auf Pandas erlaubt.
Ein Jungtier bleibt in seinen ersten beiden Lebensjahren bei der Mutter. In dieser Zeit wird es allmählich an die Wildnis gewöhnt. Nach etwa einem Jahr kommen die beiden in ein großes eingezäuntes Gehege in den Bergen, wo die Mutter sich weiter um ihren Nachwuchs kümmern kann, bis er ausgewildert wird – sofern er dafür geeignet ist. Dazu muss ein junger Panda unabhängig sein, sich vor anderen Tieren und vor Menschen in Acht nehmen und imstande sein, ohne Hilfe Futter und einen Unterschlupf zu finden. SCHON GEWUSST? Pandas gehören zu den am schnellsten wachsenden Säugetieren: Im ersten Lebensmonat nimmt ihr Gewicht von 500 auf 1800 Gramm zu.