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Nachhaltige Energie seit fast 100 Jahren

Nachhaltigkeit ist für die Kelag mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Das Unternehmen erzeugt pro Jahr rund 3,4 Milliarden Kilowattstunden Strom ausschließlich aus erneuerbarer Energie. Der Kunde bekommt grünen Strom zu 100% aus Wasserkraft und Ökoenergie. Das 100%igen Tochterunternehmen KELAG Energie und Wärme GmbH ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme aus Abwärme und Biomasse.

Inbetriebnahme der Fernwärmetransportleitung von Arnoldstein nach Villach
© KELAG
Inbetriebnahme der Fernwärmetransportleitung von Arnoldstein nach Villach

Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes WIFO leistet die Kelag für die Wertschöpfung in Kärnten einen Beitrag von rund 585 Mio. Euro pro Jahr. Gleichzeitig werden in der Region Kärnten rund 5.100 Arbeitsplätze direkt und indirekt gesichert. Diese Verantwortung wird die Kelag auch in Zukunft wahrnehmen. Im Interview mit Manfred Freitag und Armin Wiersma, Vorstände der Kelag:

Herr Freitag, Herr Wiersma, was bedeutet Nachhaltigkeit für einen Konzern wie die Kelag?

Freitag: Nachhaltig zu denken und zu handeln heißt für uns unter anderem, zukunftsweisend zur Sicherheit der Energieversorgung beizutragen. Wasserkraftwerke haben eine sehr lange Lebensdauer. Sie sind für den jahrzehntelangen Betrieb errichtet. Unser Kraftwerk Schütt zum Beispiel ist teilweise mehr als 100 Jahre alt. Es wird derzeit um rund 25 Millionen Euro saniert und teilweise erneuert und wird dadurch weitere Jahrzehnte in Betrieb sein können.

Wiersma: Die Sanierung und Erneuerung dieses Kraftwerkes ist aktuell unsere größte Investition im Erzeugungsbereich. Das Kraftwerk Schütt 2 ist 1961 in Betrieb gegangen, hat mit seinem Kaplan-Maschinensatz eine Engpassleistung von 9,7 Megawatt und eine Erzeugung im Regeljahr von 61 Millionen Kilowattstunden Strom. Seit seiner Inbetriebnahme hat das Kraftwerk bereits mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom erzeugt.

Armin Wiersma, Manfred Freitag, Vorstände der Kelag
© KELAG
Armin Wiersma, Manfred Freitag, Vorstände der Kelag

Warum ist vor allem die Wasserkraft so bedeutend für eine nachhaltige Stromerzeugung?

Wiersma: Wasserkraft ist eine regenerative Energieform, die von der Kelag seit fast 100 Jahren zur Stromerzeugung genutzt wird. Strom aus Wasserkraft ist wie Strom aus Windkraft und Photovoltaik – frei von Emissionen und, wenn er aus Speicherkraftwerken oder Pumpspeicherkraftwerken kommt, auch flexibel einsetzbar.   

Freitag: Wir bezeichnen Pumpspeicherkraftwerke gerne als „grüne Batterien“, weil wir damit die stark schwankende Stromerzeugung aus Windkraft- und PV-Anlagen optimal auf den Bedarf der Kunden abstimmen können. Deshalb spielen Pumpspeicherkraftwerke nicht nur eine zentrale Rolle in der sicheren Stromversorgung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Die Kelag liefert nicht nur Strom. Wie funktioniert das Prinzip der Nachhaltigkeit in anderen Geschäftsbereichen?

Freitag: Für eine optimale nachhaltige Energieversorgung sind nicht nur Investitionen in die Wasserkraft notwendig. Vor Kurzem hat beispielsweise die KELAG Energie und Wärme GmbH ein Jahrhundertprojekt für die Fernwärmeversorgung der Stadt Villach umgesetzt: Seit Anfang September 2018 wird rund die Hälfte des Wärmebedarfes der Kunden in Villach mit Abwärme aus der Müllverbrennung in Arnoldstein gedeckt. Um die Abwärme aus der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH ökologisch nutzen zu können, wurde eine 17 Kilometer lange Transportleitung von Arnoldstein nach Villach verlegt. Diese Leitung ist mit einer Investitionssumme von rund 18 Mio. Euro das größte Einzelprojekt in der Geschichte der KELAG Energie & Wärme GmbH.

Wiersma: Mit dem Start unserer Initiative „Energiezukunft“ im Herbst 2017 haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung grüne Zukunft gemacht. Bis zum Jahr 2020 werden wir insgesamt rund 25 Mio. Euro investieren, um unsere Kunden beim Umstieg auf innovative, energieeffiziente und grüne Produkte und Anwendungen aus den Bereichen E-Mobilität, Telekom-Breitband, Photovoltaik, Smart Home und Energiemanagement zu unterstützen.

Außerdem bilden Ausbauten unserer Stromnetze durch das Tochterunternehmen KNG-Kärnten Netz GmbH einen wichtigen Schwerpunkt und gewährleisten die nachhaltige, sichere und zuverlässige Stromversorgung der Kunden. Wir investieren bis 2020 in Summe rund 450 Millionen Euro in die Modernisierung unserer Netzinfrastruktur, in die erneuerbare Energieerzeugung aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie und in den Ausbau unserer Wärmenetze.

Foto vom aktuellen Baufortschritt Kraftwerk Schütt
© KELAG
Foto vom aktuellen Baufortschritt Kraftwerk Schütt

Die Kelag hat vom Wirtschaftsethikinstitut WEISS das Gütesiegel „Zukunftsfähig und Enkeltauglich“ in Gold erhalten. Wie erreicht man ein so hohes Niveau?

Wiersma: Unser Ziel ist es, Kärnten zu einer grünen und energieeffizienten Vorzeigeregion mit zu entwickeln. Wir sehen uns dabei als Full-Service-Partner mit einem breiten und attraktiven Produktspektrum rund um das Thema „Energie aus einer Hand“.

Freitag: Entsprechend unserer strategischen Ausrichtung ist das Thema Nachhaltigkeit fest in unserer Unternehmensstrategie verankert. Wir investieren in die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger. Nachhaltig bereit gestellte Energie muss für die Kunden immer verfügbar sein, rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Dafür arbeiten wir mit unserer gesamten Belegschaft.

Wertvoll

Der jährlich erscheinende Kelag Nachhaltigkeitsbericht „Wertvoll“ bietet einen Überblick über die Aktivitäten der Kelag im Bereich Nachhaltigkeit und das gesellschaftliche Engagement des Konzerns.

Den Bericht sowie weiterführende Informationen zur Nachhaltigkeit in der Kelag finden Sie unter www.kelag.at/nachhaltigkeit