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Checkliste für das Picknick: Woher es stammt und was very british ist

Das Picknick oder der Miniurlaub in groß kariert: Was der Rest der Welt den Briten (oder Franzosen) zu verdanken hat und was noch zum Essen unter freiem Himmel dazugehört

Schönwetterprogramm: Picknick unter freiem Himmel
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Schönwetterprogramm: Picknick unter freiem Himmel
Birgit Pichler

Zwei Mal zwei Meter misst das Universum an diesem Tag. Ein kariertes Stück Stoff in der Wiese, frei gewaschen von Alltagssorgen und belegt mit allem, was das Leben schöner macht: Freizeit, Freude und Genuss in Form eines prall gefüllten Picknickkorbs.

Ohne Thermoskanne kühlen - die Tipps

Mittlerweile gibt es selbst kühlende Schüsseln, Sektkühler und Trinkgefäße (z. B. von Magisso).Wer sie nicht zur Verfügung hat
und nicht an einem Gewässer picknickt, legt die Getränke am Vortag in den Kühlschrank. Bevor es zum Picknick geht, greift man zu dunklen Geschirr- oder Handtüchern und hält sie kurz
unter fließendes, kaltes Wasser. Auswringen und um die Getränkeflaschen wickeln. Durch die Verdunstung bleiben die Getränke – zumindest, solang die Tücher nass sind – kühl. Damit
nicht der ganze Korb nass wird, zum Transport Frischhaltefolie oder Plastiksackerln über die nassen Tücher legen.

Eines steht jedenfalls fest, wer auch immer das Picknick erfunden hat, ob nun die Briten oder die Franzosen, war zwar genial, aber kein Schwerarbeiter. Denn ein hastig verschlungenes Mal nach der Arbeit auf dem Feld hatte wohl kaum etwas mit Sinnesfreuden zu tun. Die gönnten sich erst die Adeligen. Schon Oliver Cromwell etwa soll im 17. Jahrhundert im Hyde Park diniert haben. Doch einen echten Run auf den englischen Rasen gab es dann im Viktorianischen Zeitalter.

Deviled Eggs
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Deviled Eggs

Deviled Eggs

So schmecken „Deviled Eggs“ ohne Würzsaucen,
wenn diese nicht zur Verfügung stehen:

Für 8 gefüllte Eier braucht man 4 hart gekochte Eier, 1 EL Tomatenketchup, Senf, Salz, Zucker, Pfeffer, 1–2 EL Frischkäse, 1–2 EL Sauerrahm. Die Eier längst halbieren, die Dotter entfernen und zerdrücken. Mit den anderen Zutaten mixen und die Masse am besten mit einer Spritztüte wieder in die Dottermulden füllen.

Die Queen höchstselbst machte es vor und die Briten stürmten die Parks. Man speiste kalte Suppen, Sandwiches mit Roastbeef oder Thunfisch, Salat, Obst, ließ sich von der Dienerschaft Champagner und Weißwein servieren und blieb bis zum Tee mit Scones - alles recht nobel und wohlschmeckend. In Frankreich wurde der Begriff pique-nique schließlich ins Wörterbuch aufgenommen. Unter freiem Himmel griff man dort gern zu Paté, Fleischpastete und Baguette.

Checkliste

1 Picknickkorb mit Tellern, Gläsern/Bechern, Besteck, Essen und Getränken, 1 große Decke (wenn möglich auf einer Seite wachsbeschichtet oder dicht gewoben), Servietten, Sonnenhut/Kopftuch/Sonnenschirm. Bevor man sich ärgert: Insektenspray, Sonnenschutz, Flaschenöffner, Salz, Pfeffer, Müllsack.

In den 20er-Jahren kamen in Großbritannien und Amerika gefüllte „russische“ Eier in Mode, „Deviled Eggs“. Man würzte sie mit Fertigsaucen wie „Heinz Sweet Relish“ und schmeckte sie mit englischem Senf ab - und der ist besonders scharf. Ob beim Pferderennen in Ascot, beim Turnier in Wimbledon oder beim Cricket - in Großbritannien wird heute noch gern rund um Großveranstaltungen gepicknickt.

Auch hierzulande werden gern Körbe gepackt. Im urbanen Raum gerät das Picknick in Parks immer mehr zum sozialen Event. Im ländlichen schnüren auch Gastronomiebetriebe Essenspakete - etwa in der Südsteiermark, wo das Backhendlpicknick Tradition hat.