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Chronik

Hundehölle am Yulin-Festival

Das Verspeisen von Hunden gilt in der chinesischen Provinz Guangxi als Tradition zum Sommeranfang. Tierschützer protestieren und fordern landesweite Gegenkampagne.

vor 8 Jahren22. Juni 2018 um 18:05
In der Stadt Yulin wird seit Donnerstag das jährliche Hundefleisch-Festival gefeiert. Weil das Fleisch als Delikatesse gilt, landen nach Angaben von Tierschützern tausende Hunde auf den Schlachtbänken und dann im Topf oder auf dem Grill.
Auf dem quirligen Markt von Dongkou liegen abgezogene Hundekadaver gestapelt auf Tischen oder hängen an Haken. Umgerechnet rund hundert Euro legt eine Käuferin für einen ganzen Hund hin, den sie ihrer Familie auftischen will. 
Ein anderer Marktbesucher namens Chen sagt: "Das ist sehr schmackhaft. Das sind alles Straßenköter - Streuner und Haustiere sind nicht das gleiche." Er sehe nicht ein, warum es verpönt sein sollte, im chinesischen Jahr des Hundes Hundefleisch zu essen. 
Im Jahr des Schweins nach chinesischem Horoskop werde ja auch Schweinefleisch und im Jahr des Hahns Hühnerfleisch gegessen, meint Chen.
Tierschützer sehen das anders und wollen den Verzehr von Hundefleisch ächten. Hoffnung schöpfen sie daraus, dass in Südkorea am Mittwoch ein Gericht das Schlachten von Hunden als illegal eingestuft hat.
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