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Jubiläum: Biohof Labonca feiert zehn Jahre

Biobauer Norbert Hackl feiert mit Labonca am Samstag, 9. Juni, zehn Jahre Jubiläum. Neben dem Sonnenschwein widmet er sich der wohl seltensten Rinderrasse Österreichs, den Ennstaler Bergschecken.

Rund 20 Ennstaler Bergschecken hält Norbert Hackl auf den Weideflächen des Biohofs Labonca
© Birgit Pichler
Rund 20 Ennstaler Bergschecken hält Norbert Hackl auf den Weideflächen des Biohofs Labonca
Birgit Pichler

Warum Biobauer Norbert Hackl nun neben dem Labonca-Sonnenschwein auch auf das Rind gekommen ist? Weil er sich vor mehr als zwei Jahren in die Ennstaler Bergschecken verliebte. 20 Rinder der wohl ältesten Rasse Österreichs hält der Biobauer nun selbst. 2016 entwuchs dem ein Projekt, das es Konsumenten ermöglicht, an Bergschecken-Fleisch zu kommen. Rund 200 Rinder dieses Projekts sind derzeit auf 35 Biobauernhöfen von Niederösterreich bis Kärnten verteilt. Gefüttert wird bio mit Gras/Heu. Eine Seltenheit bleiben die Ennstaler Bergschecken dennoch - österreichweit gibt es nur etwa 1000 Rinder dieser Rasse.

Bio-Hoffest Labonca

Am Samstag, 9. Juni, findet von 10 bis 22 Uhr das Hoffest vom Biohof Labonca in Burgau am Hauptplatz rund um den Labonca-Marktplatz statt. Mit Kulinarik, Live-Musik vom Streetview Dixieclub und Kinderprogramm. Gefeiert werden heuer das 10-jährige bestehen und 15 Jahre Sonnenschweine. Ab 17.30 Uhr Jubiläumsfeier.

Rezept: Schulterscherzl mit Krenpüree

Von Peter Jungbauer, Küchenchef der Heiltherme Quellenhotel in Bad Waltersdorf

Zutaten für 4: 1 Bio-Schulterscherzerl vom Rind, 1 Sellerieknolle, 2 Zwiebeln, 1 Stange Lauch, 5 Karotten, 2 Lorbeerblätter, 8 Wacholderbeeren, 1 TL Pfefferkörner, 1 EL Tomatenmark, 1/4 l Rotwein, 1/8 l Portwein, 1 l Rinderfond (oder -suppe), 1/2 kg Erdäpfel, 25 g Butter, 1/8 l Milch, frischer Kren

Zubereitung:

1. Fleisch von Sehnen und Haut befreien, mit Salz und Pfeffer würzen, scharf in einer heißen Pfanne rundherum anbraten. Sellerie, Karotten, Zwiebeln in grobe Würfel schneiden, zum Fleisch geben, gut durchrösten. Das Gemüse muss eine schöne Farbe annehmen. Lauch vierteln, mit Tomatenmark dazugeben. Gut durchrösten, dann mit Rotwein und Portwein ablöschen, einkochen lassen. Mit Fond aufgießen.

2. Wenn der Fond kocht, das Fleisch einlegen, Gewürze dazu geben, langsam weich schmoren - im Backrohr oder langsam mit Deckel im Topf. Wenn das Fleisch weich ist, herausnehmen.

3. Die Sauce durch ein Sieb seihen, einkochen lassen, eventuell mit wenig Maizena binden. Erdäpfel schälen, in Würfel schneiden, in Salzwasser weich kochen. Sind die Erdäpfel weich, das Wasser abseihen, Erdäpfel stampfen oder pressen. Butter und Milch einrühren. Kren frisch hineinreiben, gleich auf warme Teller verteilen. Schulterscherzl aufschneiden und auf das Püree legen, mit Saft beträufeln.

Zur Person und zum Produkt

Tipp: Wer mag, rührt noch 1 EL Kernöl unter das Püree.Norbert Hackl betreibt den Biohof Labonca. Das Projekt „Der Labonca Bergschecke“ startete er 2016 mit der IG Ennstaler Bergschecken. Im selben Jahr wurde ihnen dafür der Österreichische Tierschutzpreis verliehen. Derzeit sind rund 35 Biobetriebe beteiligt.

Ennstaler Bergschecken werden wie auch die Sonnenschweine im Weideschlachthaus von Labonca stressfrei geschlachtet. Nach dem Abhängen reift das Fleisch drei Wochen, bevor es in den Verkauf kommt. Zu haben ist es ab Hof in Burgau oder online.