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Chronik

Stellungnahmen

Nun liegt die Expertenbewertung von Verkehrsbeschränkungen im Raum Graz vor. Das sagen Beteiligte und Parteien.

vor 8 Jahren17. Mai 2018 um 12:13
Graz-UmgebungGraz
FPÖ-Klubobmann Stefan Hermann meinte, es sei positiv, dass der Weg vom ehemaligen freiheitlichen Landesrat Gerhard Kurzmann fortgesetzt und keine autofahrerfeindlichen Maßnahmen gesetzt würden. Die FP bleibe aber "wachsam" gegenüber "wirtschafts-schädigenden grünen Hirngespinsten wie Citymaut oder Fahrverbote".
Für Elke Kahr (KPÖ) ist "ein autofreier Tag für uns nach wie vor eine Option, die Citymaut nicht." Sie könnte sich als Übergangslösung "ein Modell vorstellen, das in der Feinstaub-Saison in Verbindung mit Gratis-Öffi-Ticket gilt". So oder so: Der Ausbau von Alternativen zum eigenen Auto müsse konsequent vorangetrieben werden. Durch "weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Straßenbahn und Bus".
Die Grüne Sandra Krautwaschl spricht von einer "Ohnmachtserklärung": Lang und Nagl würden Graz als Feinstaubhauptstadt Österreichs einzementieren wollen. Zumal "beide vorgeschlagenen Maßnahmen die Luft in Graz deutlich verbessern, also gesünder machen würden".  Insbesondere "der autofreie Tag wäre auch rasch und einfach umzusetzen". 
Landesrat Anton Lang (SPÖ) meinte, die bisher getroffenen Maßnahmen - vom Fernwärme- über ÖV-Ausbau bis zum Fahrverbot für alte Lkw - hätten die Belastung spürbar reduziert. Man investiere auch Millionen in Radwege. Das setze man ernsthaft fort - und starte obendrein im Sommer eine Regionalbusoffensive.    Das Land werde keinen Alleingang bei Citymaut und autofreien Tag machen.
Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass es im Gemeinderat oder Landtag  eine Mehrheit (für Citymaut oder autofreier Tag) geben würde. Er war früher einer Umweltzone ja nicht abgeneigt. Seither sei aber vieles passiert: Graz wächst stark, auch der Nahversorgeranteil hat sich verbessert. Man investiere stark in den öffentlichen Verkehr. Die geplanten Tramprojekte kommen sicher.   
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