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Spiel mir das Lied von der Leichtigkeit

Die Finger am Morgen steif, die Füße ungelenk und tolpatschig? Gelenksabnutzung und rheumatische Entzündungen sind weit verbreitet. Keineswegs nur, aber vor allem bei älteren Personen.

Fitte Hände sind wichtig für die Selbstständigkeit in jedem Lebensalter. Klavierspielen ist ein perfektes Training
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Lebensfreude hängt oft an Mobilität und Schmerzfreiheit. Sich regelmäßig zu bewegen, tut jedem gut
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Neun Tipps für Ihre Gelenke

Kaputte Knie, lädierte Hüfte, steife Gelenke – Arthrose ist weit verbreitet. Sie betrifft mehr als drei Viertel aller Menschen über 55 Jahren. Bei manchen Menschen treten die Gelenksbeschwerden auch schon wesentlich früher auf.

Ursache sind eine Gelenks­abnutzung und der Verlust von Knorpelgewebe. Ist der Knorpel stark abgenutzt, reiben die Knochen aneinander. Das verursacht Entzündungen und Schmerzen und schränkt auch die Beweglichkeit des Gelenks stark ein.
Heilbar ist das nicht, aber man kann einiges tun, um die Beschwerden zu lindern. Übergewicht belastet die Gelenke besonders stark. Schon fünf Prozent des Körpergewichts zu verlieren, kann bei Übergewichtigen zu merkbaren Besserungen führen. Bei angeschwollenen, schmerzenden Gelenken ist Schonung zwar kurzfristig sinnvoll, langfristig verbessert leichte, regelmäßige Bewegung aber die Symptome. Zu empfehlen sind zügiges Gehen, Radfahren und Schwimmen. Abnehmen und sich bewegen erhöht die Lebensqualität in jedem Fall.Finger- und Handgelenke sind für Arthrose besonders anfällig. Das ist ein großes Problem, weil die Fingerfertigkeit und Kraft in den Händen für die Bewältigung alltäglicher Dinge extrem wichtig ist. Bei Arthrose (Abnützung) oder Arthritis (mit Entzündung) wird der Gelenkknorpel dünn. Der Körper versucht, den fehlenden Knorpel auszugleichen, indem neuer Knochen wächst. Dadurch werden die Gelenke knotig und die Finger immer unbeweglicher. Nahrungs- und Naturheilmittel mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen lindern oftmals die Beschwerden. Moor- und Paraffinbäder fördern den Stoffwechsel, lösen verkrampfte Muskulatur und lindern Schmerzen. Erst kürzlich haben Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg herausgefunden, dass eine ballaststoffreiche Kost den Krankheitsverlauf von chronisch-entzündlichen Gelenkserkrankungen positiv beeinflussen kann.

  1. Richtig heben. Muss man etwas Schweres heben, soll man das aus der Hocke heraus und mit geradem Rücken tun. Muss man etwas Schweres tragen, dann am besten so dicht wie möglich am Körper.
  2. In Bewegung bleiben. Langes Stehen wie auch langes Sitzen so oft es geht vermeiden. Vielseitigkeit in der Bewegung ist extrem wichtig (Yoga etc.). Für die Gelenke nicht gut sind Sportarten mit schnellem Richtungswechsel, also Tennis, Squash etc.
  3. Muskeln kräftigen. Führen Schmerzen bereits zu einer Schonhaltung? Dann gilt es, die betroffene Gelenke zu kräftigen. Andernfalls droht eine Überlastung anderer Gelenke und Muskeln, sodass diese schneller verschleißen und irgendwann (auch) schmerzen.
  4. Durchblutung ankurbeln. Z. B. durch Wärmebehandlungen wie Fangobäder oder durch Massagen mit ätherischen Ölen wie Rosmarin und Wacholder. Auch: Barfußgehen, Fußwippen etc. 
  5. Zum Ausgleich dehnen. So manche Frau trägt gerne Pumps: Sie sollten mit Dehnungsübungen der Verkürzung der Achillessehne entgegenwirken.
  6. Weihrauch wirkt. Das Räucherharz hilft laut klinischen Studien bei schmerz­hafter Gelenksabnützung. ­ Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei Arthrose der Kniegelenke können damit gelindert werden.
  7. Regelmäßig Müsli essen. Ein hochwertiges Müsli sowie viel Obst und Gemüse können Forschern zufolge präventiv gegen Arthritis (entzündete Gelenke) eingesetzt werden.
  8. Einseitigkeit vermeiden. Nehme ich immer wieder eine Haltung ein, in der ich Gelenke einseitig belaste? Wenn ja, bewusst vermeiden. Ein Physiotherapeut oder Feldenkrais-Praktiker kann zeigen, wie man einseitige Belastung vermeidet.
  9. Übergewicht reduzieren! Jedes Zuviel an Gewicht belastet die Gelenke.