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Politik

Debatte um Spitäler

Der Landtag diskutierte, welches Leitspital die Häuser in Rottenmann, Schladming und Bad Aussee ersetzen wird. Und was die Spitalsreform für die Patienten bedeuten könnte.

vor 8 Jahren11. April 2018 um 08:55
SteiermarkSteirische Landespolitik
Chronik
"Solange die neue Versorgungsstruktur so unklar ist, wehren wir uns", betonte der Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner. Die Bevölkerung wolle endlich wissen, wo das geplante Leitspital im Bezirk Liezen gebaut wird; was mit Rottenmann, Schladming und Bad Aussee geschieht. Und was hinter der "Maastricht-neutralen Leasingkonstruktionen zur Finanzierung des neuen Leitspitals" steckt. Werden womöglich 300, 350 bis 400 Millionen am Budget "vorbeigeschleust"?
"Das sind die richtigen Fragen", stimmte Landesrat Christopher Drexler den Grünen zu. Ausgehend vom "Gesundheitsplan 2035" sei vorgesehen: 2025 soll es im Bezirk Liezen anstelle der bisherigen Krankenhäuser nur mehr ein Leitspital geben. Dazu gab es mittlerweile Gespräche mit dem Evangelischen Diakoniewerk (steht hinter Schladming, Anm.). "Es wird eine gemeinschaftliche Lösung geben", so Drexler. Und ja, man wird europaweit ausschreiben. Für welchen Standort? Gibt die Landesspitze "so bald wie möglich bekannt". Aus Rottenmann & Co. werden Gesundheits- bzw. Facharztzentren. 
Der freiheitliche Gesundheitssprecher Arnd Meißl sah in der Reform schlicht die "medizinische Ausdünnung des ländlichen Raums". Er warf der SPÖ vor, in der Region für den Erhalt der Krankenhäuser zu reden, aber in Graz dann dagegen zu stimmen. Der Mürzzuschlager sprach von "Lügen" - und kassierte dafür einen Ordnungsruf. Meißl legte davon unbeeindruckt nach: Das Gesundheitszentrum in Mariazell sei kein Erfolg, ohne Förderungen müsste so ein Zentrum zusperren.
"Uns ist der Erhalt der drei Spitäler von Liezen lieber", betonte Werner Murgg (KPÖ). Der "Shitsorm" aus dem Bezirk wegen der Landespläne erfolge zurecht. Denn die stationäre Versorgung im größten Bezirk werde ausgedünnt. So bezweifelte Murgg, ob die geplanten Gesundheitszentren in Aussee etc. ein entsprechender Ersatz sein werden. Obendrein müsse das neue Spital mit einer "Schein-Lösung" finanziert werden, um den Stabilitätspakt noch einzuhalten.
SP-Klubchef Hannes Schwarz warf FP-Meißl "die völlige Ahnungslosigkeit" vor. Anders als der Bund habe man in der Steiermark "einen Plan, um die Gesundheitsversorgung in eine gute Zukunft zu führen". Zwist in der Koalition? Fehlanzeige. Tatsache und beschlossen sei: ein Leitspital in Liezen und neue Gesundheitszentren. Der "vernünftigste Standort" werde von Drexler erst noch vorgeschlagen.
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