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Chronik

Das sind die tierischen Stars 2018

Stare, Welse und Grasfrösche: Naturschutzorganisationen und Wissenschafter küren vor Jahreswechsel wieder verschiedene Lebewesen zur "Natur des Jahres 2018".

vor 9 Jahren18. Dezember 2017 um 13:37
Leute & Stars
Naturschutzorganisationen und Wissenschafter küren auch in diesem Jahr wieder verschiedene Lebewesen zur "Natur des Jahres 2018", um auf ihre besondere Schutzbedürftigkeit hinzuweisen und unbekannte Arten in das Rampenlicht zu rücken. Zum "Tier des Jahres" ernannte der Naturschutzbund Österreich den Igel. Er ist in der Dämmerung und Nacht aktiv und verschläft die kalte Jahreszeit, für die er sich einen formidablen Fettpolster anfressen muss, um zu überleben. er Igel gilt hierzulande vor allem als gefährdet, weil seine Lebensräume schwinden.
Der Star wurde von BirdLife Österreich und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum "Vogel des Jahres" gekürt. Aus der Entfernung ist er recht unscheinbar, bei näherer Betrachtung sieht man allerdings sein Gefieder prächtig metallisch glänzen. Er kommt in Städten genauso wie auf dem Land vor, doch geeignete Lebensräume mit Brutmöglichkeiten und passender Nahrung sind vor allem durch die intensive Landwirtschaft im Schwinden. 
"Fisch des Jahres" darf sich der größte Wasserbewohner Österreichs als Auserwählter des Österreichischen Fischereiverbands, des Bundesamts für Wasserwirtschaft und des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei nennen. Der Wels lebt tief in der Dunkelheit von Seen oder langsam fließender Gewässern und versteckt sich zudem gerne hinter Baumstämmen, im Wurzelwerk, in Höhlen und Spalten. Der bis zu drei Meter große Räuber hört und riecht ausgezeichnet, dafür sind seine Augen vergleichsweise winzig.      
Eine "Allerweltsart", die allerdings zu den gefährdeten Tieren gehört, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie zum "Lurch des Jahres" gewählt: den Grasfrosch. Er ist bräunlich gefleckt und ausgewachsen sechs bis neun Zentimeter lang. Wenn die Temperaturen im Frühling über die Fünf-Grad-Marke steigen, wandern die Grasfrösche von ihren Winterverstecken in die Laichgewässer und gehören damit zu den ersten Amphibien, die sich nach der kalten Jahreszeit regen. 
Ein kaiserlich, königliches Relikt ist - wie schon im Vorjahr - "Nutztier des Jahres": der österreichisch-ungarische weiße Barockesel. In dieser Zeit galten weiße Tiere als Botschafter des "Guten", das bleiche Grautier wurde damals als Statussymbol gehalten. Es wird in der Regel 30 bis 40 Jahre alt und ist im Karpatenbecken und Ostösterreich zuhause. Mit nur jeweils gut hundert Hengsten und Stuten ist der Barockesel selten geworden und somit hoch gefährdet.
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