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Kultur

Die herbst-Plakate: Skandale, Aufreger, Kunst

50 Jahre steirischer herbst: Volkszorn, Empörung, gefüllte Leserbriefseiten: Diese Plakate erregten das Publikum.

vor 9 Jahren22. September 2017 um 13:31
Mit diesem Plakatt etablierte der legendäre Grazer Grafiker Karl Neubacher den herbst 1971 als Provokationsfestival - inklusive Kulturdebatte in unterschiedlichen Preisklassen. Überliefert ist auch folgender Kommentar in einem ORF-Beitrag: "Des is ka Oasch, des is ka Gsicht, des is gar nix!"
Dieses Plakat sorgte für Furore: Und unverhofft zur Ikone des steirischen herbsts wurde 1972 ein junger Puch-Arbeiter, der sich fotografieren ließ. Der Volkszorn kochte hoch, die Leserbriefseiten waren tagelang gut gefüllt.
Joe und Sally auf großer Fahrt: Dieses Plakat ist das begehrteste unter den herbst-Sujets. Es markierte die "Nomadologie der Neunziger" unter dem neuen Intendanten Horst Gerhard Haberl.
Einen späten Skandal besorgte dem Festival Jörg Schlick: In Los Angeles fotografierte er sich selbst auf einer Toilette und dazu einen urinierenden Mann.
Das Plakat aus dem Jahr 1978 zeigt Hände, die ein Verhackertes kneten. Das Sujet spielt mit der rustikalen Steiermark inmitten des urbanen Festivals und stammt vom Studio Neubacher.
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