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Wald, See und Weide im Kochtopf

Der Chef mag es gerne wild, die Chefin süß. Fritz und Traudi Seebacher kochen für ihre Gäste groß auf.

Nicht nur am Herd ein eingespieltes Team: Fritz und Traudi Seebacher aus Gnesau
© Rieder
Nicht nur am Herd ein eingespieltes Team: Fritz und Traudi Seebacher aus Gnesau
Andrea Steiner

"Zu uns muss man erst einmal herfinden“, lacht Traudi Seebacher, und sie weiß, wovon sie spricht. Der Landgasthof Seebacher in der Gemeinde Gnesau ist gut beschildert, ein bisschen suchen muss man aber schon. „Das war im Nachhinein betrachtet unser Glück. Wir haben uns schon sehr früh spezialisieren müssen, damit unsere Gäste auch wirklich bis zu uns kamen“, erinnert sich die gebürtige Tirolerin, die ihren Mann Fritz beim Saisonarbeiten kennengelernt hat.

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1982 hat Fritz Seebacher den elterlichen Betrieb übernommen. Kochen hat der gelernte Kellner von seiner Mutter gelernt. 1985 wurde geheiratet und seit damals sind Fritz und Traudi Seebacher ein kulinarisches Gespann der Extraklasse. Sie stehen gemeinsam in der Küche, ihre Vorliebe gilt dem Süßen, der Hausherr mag es gerne „wild“. „Es muss aber jeder alles können, wir sind ja nicht immer gemeinsam da“, erzählt Fritz Seebacher, der für seine Wildspezialitäten landauf, landab berühmt ist. Den Lesern der Kleinen Zeitung verrät Fritz Seebacher das Rezept für sein Reh-Butterschnitzel mit Eierschwammerln und Rotkraut.

Das Wildfleisch bezieht er aus Prinzip nur von Jägern aus der Umgebung und auch sonst schauen die Seebachers, dass ihre Zutaten, bevor sie in der Küche des 180 Jahre alten Bauernhofes veredelt werden, nur kurze Wege zu absolvieren haben. So liefert Burgi Gruber aus ihrem Bergbauern-Kräutergarten besonders intensiv schmeckende Küchenkräuter, die Fische beziehen die Seebachers von den Fischzuchten Markus Payr oder Andreas Hofer.

Besonders glücklich sind sie, dass sie seit Kurzem mit dem gebürtigen Neapolitaner Giuseppe Nocera einen Pasta-Lieferanten haben. Der leidenschaftliche Koch, vielen als Sous-Chef des Thermenhotels Ronacher bekannt, hat seit Kurzem in seiner Wahlheimat Gnesau eine Nudelwerkstatt eröffnet. „Die besten italienischen Nudeln, die ich kenne“, schwärmt Fritz Seebacher.