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Einen „Tajut“ auf die Stadt der Malerei

Das Gute liegt so nah. Udine ist eine bezaubernde Stadt voll mit Kunst, Kultur, Lebenslust und jungen Menschen. Von Tiepolos Fresken zum ausgelassenen Jazz-Festival.

Piazza Libertà – der schönste  venezianische Platz außerhalb Venedigs
© KK
Piazza Libertà – der schönste venezianische Platz außerhalb Venedigs
In den vielen Trattorien und Restaurants werden  Gäste mit regionalen Produkten verwöhnt
© Alessandro Castiglioni
In den vielen Trattorien und Restaurants werden Gäste mit regionalen Produkten verwöhnt
Die Stadt von Tiepolo. Zu sehen sind seine Werke im Dom, in der Kirche Purità und den Gallerien
© KK
Die Stadt von Tiepolo. Zu sehen sind seine Werke im Dom, in der Kirche Purità und den Gallerien

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Einen „Tajut“ – ein Gläschen vom einfachen Friulano – am frühen Vormittag in einer gemütlichen Schenke von Udine, und ein „taj di chel bon“ – ein „Glas Wein vom Guten in angenehmer Gesellschaft“ – am Nachmittag. Dazu kleine appetitliche Happen, bevor es zu einem ausgiebigen Pranzo (Mittagessen) oder Cena (Abendessen) mit friulanischen Geschmackserlebnissen wie Polenta, Stinco di Vitello (Kalbshaxen im Rohr gegart) oder Ossobuco (in Gemüse geschmorte Kalbsknochen) in einer der zahlreichen Osterien, Ristoranti und Trattorien der Stadt geht.

Feinschmecker nennen Udine gerne die „Stadt der Osterien“, weil man auf Schritt und Tritt in eine hineinstolpert – eine gemütlicher als die andere. Halbe Tage könnte man darin verbringen. Hier hört man die Einheimischen noch ihre alte Sprache „Furlan“ sprechen und bald trinkt man gemeinsam ein „Glas vom Guten, in angenehmer Gesellschaft“.
In Udine lässt sich’s aushalten. Die Stadt ist für alle Sinne geschaffen. Es ist eine „Mischung des Wohlbefindens“, aus Kultur, Architektur, Livestyle, Musik, Shopping, mildem Klima, von Lebenslust und Kulinarik, die sich in der Stadt mit dem venezianischen Flair vereint. Es beginnt schon bei der  „Piazza Liberta“, die als der schönste venezianische Platz auf dem Festland gilt. Die Piazza Matteotti, auch Piazza delle Erbe genannt, erscheint wie eine einladende Open-Air-Arena, vor der man erste Reihe fußfrei auf die bemalten Fassaden und Paläste blickt. Auf dem Hügel der Stadt erhebt sich wie ein gigantischer Aussichtspalast das Schloss, das an klaren Tagen den Blick auf die Berge im Norden und die nahe Adria im Süden freigibt.

Die Stadt hat Künstler, Maler und Architekten zu allen Zeiten inspiriert. Zum Beispiel einen der Größten: Giambattista Tiepolo, der hier zu seiner künstlerischen Reife gelangt ist. Seine Hauptwerke können im Museo Diocesano und den Gallerie del Tiepolo im Palazzo Patriarcale, im Dom und in der kleinen versteckten Kirche Purità bewundert werden. Edle Kunst einer großen Vergangenheit und zahlreiche Innovationen und Kulturangebote für junge Menschen, wie das anerkannte Jazz-Festival, die die Stadt im Sommer zum lebenslustigen Übersprudeln bringen. Junge Menschen verleihen Udine ein junges, modernes Flair, das ansteckend wirkt.
Es ist ein Vergnügen, durch die Straßen und kleinen Gässchen, über Plätze und durch schattige Parks zu streifen, die edle und kreative Mode in den Geschäften zu bewundern, sich von der Einkaufslust (auch am Sonntag) antreiben zu lassen und das eine oder andere Up to date-Stück zu erwerben. Immer wieder unterbrochen von einem Steh-Caffè in einer der zahlreichen Bars.

Später wird es Zeit für einen Museums-Besuch, denn auch für seine
zahlreichen Museen ist Udine bekannt. Zum Beispiel die Casa Cavazzini, Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das Archäologische Museum, das Museum des Risorgimento, die Galerie für antike Kunst, das Museum für Fotografie und das Friaulische Museum für Volkskunde. Mit dem Audioguide zum Mieten und der FVGcard wird der Museumsbesuch noch interessanter.

Udine liegt fast vor der Haustüre – ideal für einen Tagesausflug, auch das Umland mit den Städtchen Venzone, Cividale, Tricesimo und San Daniele  kann man auf dem Weg dorthin einbauen. Spätestens zum großen Herbstfest „Friuli DOC“ sollte man in die Stadt kommen, da gibt es neben Musik, Tanz und Handwerk auch einen Verkostungsbogen über die feinen regionalen Spezialitäten wie Frico oder Frittata, Cjarsòns (Teigtaschen mit süßer Fülle, Zimt, Zucker und Butter), Gubana (Reindling mit Rosinen, mit Grappa übergossen), und Weine aus den berühmten Weingütern der Colli Orientali, des Collio oder Grave del Friuli.Udin&Jazz #ethnoshock von 30. Juni bis 13. Juli.

Einige Termine:
Mulatu Astatke, der Vater des Ethno Jazz am 6. Juli um 17 Uhr, Galleria di Corte Morpurgo.
Remo Anzovino & Roy Paci „Fight for Freedom,
Tribute to Mohammad Ali“ mit Dokumentarfilm über die „Metamorphose von Clay to Ali“ von Emanuela Audisio, am 6. Juli um 22 Uhr im Castello.
Bombino, der „Stern des desert Blues“, am 8. Juli um 21.30 Uhr im Castello.
A night in Brasil am 13. Juli um 21 Uhr im Castello. Mit Toquinho und Maria Gadú. Eröffnungskonzert mit Letizia Felluga Trio. Direktübertragung im Rai Radio 1.
Info über Udin & Jazz bei Euritmica Associazione Culturale, Via Caterina Percoto 2, 33100 Udine,
Tel. +39 0432 1744261, www.euritmica.it
Friuli DOC
von 7. bis 10. September, auf verschiedenen Plätzen in Udine werden regionale Spezialiäten und weingastronomische Spitzenprodukte präsentiert. Hier kann man nach Herzenslust kosten und kaufen. www.friuli-doc.it

GUT ZU WISSENUdine Infopoint
Piazza Primo Maggio 7
33100 Udine
Tel. +39 0432 295972
Fax. +39 0432 504743
info.udine@promoturismo.fvg.it
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