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Sport

Österreichs Fußball-Nationalteam

Fünf Fragen und Antworten rund um die WM-Qualifikation und den Verbleib von Teamchef Marcel Koller. Von Hubert Gigler

vor 9 Jahren13. Juni 2017 um 07:58
ÖsterreichÖFB-Nationalteam
Fussball
1. Nach dem 1:1 gegen Irland: Wie können die Österreicher noch das WM-Ticket buchen?
Um noch eine einigermaßen realistische Chance auf die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu bekommen, muss Österreich die restlichen vier Spiele gegen Wales (A), Georgien (H), Serbien (H) und Moldawien (A) gewinnen, kann also insgesamt 20 Punkte erobern. Die Serben könnten dann noch 21 Punkte erreichen, ebenso Irland (bei einer Niederlage gegen Serbien). Die Koller-Elf ist also auch auf Schützenhilfe von außen angewiesen. Ideal wären in diesem Fall ein Unentschieden zwischen Irland und Serbien sowie ein Sieg von Wales über Irland. Beide Konkurrenten kämen dann auf maximal 19 Punkte. Unter diesen Bedingungen ist also noch der Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation möglich. Bei einem Remis zwischen Irland und Wales könnten die Iren ebenfalls 20 Zähler erreichen, dann entscheidet das Torverhältnis. Platz zwei birgt ein großes Risiko. Dass der nicht für das Play-off berechtigte schlechteste Zweite aus der Österreich-Gruppe kommt, ist aufgrund der Ausgeglichenheit durchaus denkbar.
2. Wie ist aufgrund der Ergebniskrise die aktuelle Situation um Teamchef Marcel Koller einzuschätzen? In der WM-Qualifikation feierte Österreich bislang zwei Siege (2:1 gegen Georgien, 2:0 gegen Moldawien), es gab zwei Remis (2:2 gegen Wales, 1:1 gegen Irland) und zwei Niederlagen (2:3 gegen Serbien, 0:1 gegen Irland).
Der Vertrag des Schweizers mit dem ÖFB läuft bis zum Ende der Qualifikation, eine vorherige Ablöse erscheint derzeit unwahrscheinlich. Sollte die Mannschaft doch noch die WM-Teilnahme realisieren, verlängert sich der Kontrakt automatisch bis zur Endrunde 2018. Auch im Falle eines Scheiterns ist ein Verbleib Kollers nicht auszuschließen. Der Teamchef selbst würde ein neuerliches Angebot wohl annehmen, weil er nach wie vor sehr motiviert wirkt. Andererseits könnte der öffentliche Druck zu stark werden. Die Frage ist auch, wie sich Präsident Leo Windtner nach der Wiederwahl zum ÖFB-Präsidenten an diesem Sonntag zum Thema Teamchef verhält. Jedenfalls wird er sich hüten, nach den internen Unruhen im Wahlkomitee neuerlich einen autoritären Eindruck zu hinterlassen.
3. Welche Problemfelder bedürfen der speziellen Behandlung? (Im Bild: Aleksandar Dragovic und Teamchef Marcel Koller)
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