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Einzigartiges Flair trifft auf typische Gradeser Tradition

Die Altstadt von Grado entführt mit antiken Sehenswürdigkeiten und authentischem Ambiente in eine Welt, die Gäste und Gradeser gleichermaßen verzaubert.

Die Altstadt von Grado  bezaubert nicht nur mit ihrem Flair, sondern auch mit zahlreichen antiken  Sehenswürdigkeiten, die die eindrucksvolle Geschichte der Stadt erzählen
© KK
Die Altstadt von Grado bezaubert nicht nur mit ihrem Flair, sondern auch mit zahlreichen antiken Sehenswürdigkeiten, die die eindrucksvolle Geschichte der Stadt erzählen

Mosaik-Symposium

Wenn man durch die ­Altstadt von Grado schlendert, wird man vom historischen Flair und der jahrhundertealten Kultur der Città vecchia wie von einer warmen Sommerbrise umhüllt. Durch enge Gässchen, vorbei an antiken Ausgrabungen und beeindruckenden Kirchen spürt man, dass Grado eine durch und durch authentische Stadt ist, die Besucher mit ihrem mondänen Ambiente willkommen heißt. Hier werden die Gehsteige nach der Sommersaison nicht hochgeklappt und ganze Viertel einfach geschlossen. Nein, Grado ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Nicht zuletzt, weil sich Urlauber hier nicht als Touristen fühlen, sondern als Teil der Gradeser, die in der zauberhaften Altstadt genauso ihren Aperitivo schlürfen, sich ein Gelato gönnen oder ein typisches Boreto alla gradese schmausen.

Bedeutende Kirchen. Bevor es aber in die Gelaterias und Ristoranti geht, sollten Sie sich unbedingt die historischen Highlights der Altstadt ansehen. So zum Beispiel die Basilica Sant’Eufe-mia, die als Hauptkirche von Grado gilt und ehemalige Kathedralkirche des Patriarchen von Grado ist. Im Sommer wird sie oft als Ort für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. Dabei sind die musikalischen Events meist klassische Konzerte und der Eintritt kostenlos. Wertvolle Schätze der Gradeser sind auch die Basilica Santa Maria delle Grazie, die sich gleich neben der Basilica Sant’Eufemia befindet, und das paleochristliche Baptisterium. Einen genauen Blick werfen sollten Sie auch auf die Mosaike in den Gotteshäusern, die sich von denen in Aquileia deutlich unterscheiden. In der Nähe der Basilika finden Sie außerdem die Überreste der Mauern der ältesten Basilika della Corte, deren Erbauung auf die Mitte des 4. Jahrhunderts zurückgeht. Künstler: Das internationale Symposium für zeitgenössisches Mosaik ist ein einzigartiges Event mit rund zehn Künstlern aus Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien sowie Europa.
Ausstellung: Werke aus dem Symposium und den Mosaik-Workshops werden von 15. Juli bis 20. August in der Casa della Musica ausgestellt.
Information:www.clauianomosaics.com,
clauianomosaics@gmail.com oder unter +39 392-77 77 683.

Die Bodenmosaike in der Basilika von Aquileia, die zum Teil aus der Zeit um 300 n. Chr. stammen, sind besonders sehenswert
© Pecold - Fotolia
Die Bodenmosaike in der Basilika von Aquileia, die zum Teil aus der Zeit um 300 n. Chr. stammen, sind besonders sehenswert

Auf den historischen Spuren der Römer

Prozession mit Madonna. Falls Sie die Kultur und Tradition der Gradeser einmal hautnah mitbekommen möchten, sei Ihnen das Perdon de Barbana ans Herz gelegt, das am ersten Sonntag im Juli gefeiert wird. Es ist das wichtigste religiöse Fest der Stadt und ­besteht aus einer Prozession, bei der die Statue der Madonna mit dem Kinde von der Basilika Sant’Eufemia zur Insel Barbana in die Lagune gefahren wird.

Feuriges Spektakel. Zudem wird der Hafen in der Nacht von Freitag auf Samstag festlich geschmückt und es gehen das traditionelle Concerto del Sabo Grado der Stadtkapelle sowie ein großes Feuerwerk über die Bühne, das am Meer und der Spiaggia Principale abgefeuert wird. Unvergesslich ist für die Gradeser übrigens auch ein ganz bestimmter Österreicher – nämlich Josef Maria Auchentaller (1865–1949), bekannter Maler, Zeichner und Grafiker. Der Künstler zog 1903 mit seiner Frau Emma nach Grado und war federführend für den touristischen Aufschwung. Die einstige Pension Fortino der Familie Auchentaller ist heute noch Teil des Stadtbilds. Von Grado aus leicht mit dem Rad über den Alpe Adria Radweg erreichbar, wartet ein historisches Kleinod der Extraklasse auf Besucher: Aquileia, einst bedeutende Handelsmetropole im römischen Reich, wird vor allem Historienfans begeistern. Die Stadt am Fluss Natissa war eine bedeutende Handelsmetropole im römischen Reich und Hauptstadt der Regio Augustea. Neben Bernstein war sie auch für die Glasindustrie berühmt. Und für die prominenten Besucher, wie etwa Julius Caesar, König Herodes oder Konstantin der Große.

Domus und Bischofspalast. In der neuen Struktur der Piazza Capitolo sind die Überreste eines Teiles der römischen Stadt von Bedeutung. Besucher können eine Reise in die Vergangenheit machen und die Struktur des Domus aus dem 1. und 2. Jahrhundert bewundern. Beeindruckend sind die Mosaike des Palazzo Episcopale aus dem 5. Jahrhundert. Ab 7. Mai ist der Eintritt kostenlos (täglich 9–19 Uhr).