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Mhm! Gradeser Köstlichkeiten zum Genießen

Grado ist das ganze Jahr über ein Paradies für Feinschmecker – besonders frischer Fisch, Meeresfrüchte und das traditionelle Boreto alla gradese werden gerne in den besten Restaurants aufgetischt.

Meeresfrüchte wie Fasolari (Muscheln) sind eine Spezialität, die man kosten sollte
© Alessandro Castiglioni
Meeresfrüchte wie Fasolari (Muscheln) sind eine Spezialität, die man kosten sollte
© KK
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Folpi con patate

Grado ist reich an einzigartigen Genüssen, vor allem Köstlichkeiten aus dem Meer können auf der goldenen Insel aufgrund der Seekultur ausgiebig verkostet werden – und zwar zu jeder Jahreszeit. Sowohl in der Altstadt von Grado als auch in der Lagune warten die Wirtsleute mit typischen Gradeser Schmankerln auf, die auf der Zunge zergehen – etwa im „Ai Fiuri de tapo“ oder im „Ristorante del Pellegrino“ auf der Isola Barbana.

Besondere Zucht. Die „Vallicol­tura“ ist dabei eine besondere Fischzucht, die in den Lagunen von Grado und Marano schon seit den frühesten Ansiedlungen der Fischer angewandt wird. In den „Valli da Pesca“, abgegrenzten Gebieten zur Zucht, wird dadurch sichergestellt, dass sich die Fische nur von Krusten- und Weichtieren sowie anderen natürlichen Organismen ernähren. Dadurch können die Gradeser Gastronomen erstklassige Produkte aus dem Meer auftischen, und das schmeckt man. Zum Beispiel bei der Spezialität von Grado schlechthin, dem „Boreto alla Graisana“ oder „Boreto alla gradese“. Einst war dieses Gericht das Hauptnahrungsmittel der in den Casoni (Fischerhütten) lebenden Familien. Besonders wird dieses Gericht schon durch die Zubereitungsart: Denn die sieht vor, Knoblauchzehen in einer Kasserolle so lange zu braten, bis sie schwarz sind. Dann werden diese entfernt und ein Steinbutt wird mit reichlich Salz und Pfeffer in der Kasserolle angebraten. Nach fünf Minuten wird mit Weinessig aufgegossen und weiter gebraten, bis dieser verdunstet ist. Der Steinbutt wird dann mit heißem Wasser aufgegossen und bei zugedeckter Kasserolle rund zehn Minuten gekocht. Dazu werden traditionell weiße Polenta und ein Glas Rotwein – vorzugsweise Refosco – serviert. In den Restaurants werden die unterschiedlichsten Boreto-Varianten serviert, zum Beispiel in den „Ristoranti del Castrum“ in der Altstadt. Ein weiteres typisches Gradeser Gericht ist die „Sepe sofegae“, eine lokale Variante von Tintenfisch, der in Soße zubereitet wird. Besonders im April und Mai ist auch der Spargel von Fossalon oft auf den Speisekarten zu finden. Den sollten Sie sich ebenso wenig entgehen lassen wie ein erlesenes Glas Weißwein oder eines der leckeren Muschelgerichte.
Köstliche Muscheln. Die Muscheln werden an den Stränden von Grado gesammelt und daraus köstliche Gerichte wie „Peverasse al baso“ gezaubert. Zauberhaft sind aber auch die exklusiven Fische aus der Lagune, wie etwa „Passera“ (Scholle), „Bisato (Al), Poratto“ (Seezunge) oder „Ciucco“ (Steinbuttvariante).Zutaten: 600g Oktopus, 400g Kartoffeln, 2 Knoblauchzehen, 2 Lorbeerblätter, 1 Bund Karotten, Sellerie und Zwiebeln, Kräuter aus der Lagune (oder 10g Schnittlauch), 100g Ricotta, Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung: Die Kartoffeln (mit Schale) und den Oktopus mit Kräutern separat kochen. Die Kartoffeln nach dem Kochen schälen und würfeln; den Oktopus abtropfen lassen (ein wenig Kochwasser behalten) und zerteilen. Kartoffeln und Oktopus gemeinsam mit dem Olivenöl in eine Pfanne geben und mit den zwei Knoblauchzehen und den Lorbeerblättern anbraten. Mit dem Kochwasser des Oktopus aufgießen; den mit dem Schnittlauch angerührten Ricotta, Salz und Pfeffer hinzufügen und anbraten.

© KK

linguine al granso poro*

Zutaten (für 4 Pers.): 320g Linguine (Bandnudeln), 1 kg Granso Poro, 1 gehackte Knoblauchzehe, 1 Esslöffel Semmelbrösel, Olivenöl, heißes Wasser, Salz und Pfeffer
Zubereitung: Granso Poro waschen und in
Stücke zerteilen; das Olivenöl mit dem
Knoblauch und den Semmelbröseln in einen Topf/Pfanne geben. Granso Poro hinzufügen und braun anbraten. Mit heißem Wasser
aufgießen und etwa 10 Minuten lang kochen; das Fleisch aus den Krabben lösen und wieder zurück in die Sauce geben. Die Linguine in Salzwasser kochen und mit dem
Granso Poro anrichten, mit einer Prise schwarzem Pfeffer abschmecken und servieren.

* Granso poro: Der italienische Taschenkrebs (Eriphia verrucosa) ist eine küstennah lebende Krabbe, die 10 cm lang werden kann, durchschnittlich wird der Taschenkrebs aber 5–8 cm lang. Dabei ist der Rückenpanzer bräunlich, manchmal leicht rot gefärbt.