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Politik

Sein Leben in Bildern

Alois Mock ist tot. Er war von 1979 bis 1989 Obmann der Österreichischen Volkspartei. Der "Mr. Europa" der ÖVP und langjährige Außenminister (1987 bis 1995) gilt als einer der Väter der österreichischen EU-Mitgliedschaft.

vor 9 Jahren1. Juni 2017 um 13:12
ÖsterreichInnenpolitik
1969 saß Alois Mock zum ersten Mal auf der Regierungsbank - Kanzler Josef Klaus holte ihn als Unterrichtsminister in die ÖVP-Alleinregierung. Ein Dreivierteljahr später errang die SPÖ unter Bruno Kreisky die Absolute und die ÖVP landete in der Opposition. 1983 dann der Coup: 1979 wurde Mock ÖVP-Chef und brach 1983 die Absolute der SPÖ, Bruno Kreisky trat zurück.
1986 setzte Alois Mock als ÖVP-Chef Kurt Waldheim gegen alle Angriffe als Bundespräsidenten durch. Die Umfragen für die Nationalratswahl gaben der ÖVP  zunächst gute Chancen, Nummer Eins zu werden, mit Mock als Kanzler.
Doch der November bescherte ihm seine bitterste Niederlage. Der Traum vom Machtwechsel zerschellte an der FPÖ, die unter dem jungen Jörg Haider ihren Stimmenanteil fast verdoppelte, und an den erstmals ins Parlament einziehenden Grünen. Die SPÖ mit ihrem Spitzenkandidaten Franz Vranitzky blieb trotz deutlicher Verluste stärkste Partei. 
Mocks Wunschkoalition mit der FPÖ scheiterte am parteiinternen Widerstand. Der ÖVP-Chef fügte sich als Juniorpartner in die Große Koalition und wurde 1989 als Parteichef und Vizekanzler vom ebenfalls glücklosen Josef Riegler abgelöst. Der Traum, den "Irrtum der Geschichte" zu korrigieren und die SPÖ aus dem Kanzleramt zu drängen, war gescheitert.  Riegler hier links im Bild mit dem damaligen steirischen Landeshauptmann Josef Krainer.
Als Außenminister machte Alois Mock weiter. Die mediale Häme über den peinlichen Auftritt in kurzen Hosen während eines Staatsbesuchs in Jordanien und die immer offensichtlichere Parkinson-Erkrankung machten ihm zu schaffen. Doch rund um den Fall des eisernen Vorhanges trug er im Herbst 1989 maßgeblich dazu bei, dass die Grenze zu Ungarn geöffnet und vielen DDR-Bürgern die Ausreise ermöglicht wurde, was letztlich die Mauer in Berlin fallen ließ. Im Bild mit Ungarns Außenminister Gyula Horn (rechts) beim Zerschneiden des "Eisernen Vorhangs".
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