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Chronik

Eine Chronologie

Viele seiner Reformvorschläge waren Reaktionen auf seine Zeit. Ein Überblick und eine Geschichte über die Evangelischen in Österreich.

vor 9 Jahren7. April 2017 um 16:17
Sonntag
1506: Weil die Kirche über dem Grab des heiligen Petrus baufällig geworden ist, ordnet Papst Julius II. einen Neubau an. Finanziert soll das vor allem durch den Ablasshandel werden: Gegen eine Zahlung können die Gläubigen dem Fegefeuer entgehen. Luther kritisiert dies scharf. Doch nicht nur das: Als er selbst 1510/11 nach Rom kommt, ist er entsetzt ob des päpstlichen Prunks.
1519: Als römischer Kaiser deutscher Nation besteigt Karl V. den Thron. Als Habsburger sieht er sich dem katholischen Glauben verpflichtet und versucht sein Reich religiös zusammenzuhalten – auch um gegen die heranrückenden Osmanen eine Front bilden zu können. Kaiser Karl V. ist es auch, der 1521 den Reichstag von Worms einberuft, auf dem Luther für seine Thesen geächtet wird.
1520: Martin Luther formuliert die drei Grundpfeiler seiner Lehre: Der Mensch erlangt Heil allein aus dem Glauben sowie der Gnade Gottes und die Bibel ist die einzige Autorität. Dementsprechend nennen sich seine Anhänger auch "evangelisch". Zu den bekanntesten unter ihnen zählt Friedrich der Weise, der Kurfürst von Sachsen. Er ist es auch, der dem Reformator auf der Wartburg Unterschlupf gewährt.
1524: Ermutigt durch die reformatorischen Thesen Luthers beginnen sich die Bauern in den deutschen Landen aufzulehnen: Sie fordern die Aufhebung der Leibeigenschaft. Zuerst im Schwarzwald, später in Franken, dem Elsass, Tirol, Salzburg oder Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain). Luther hat zuerst Verständnis, später wendet er sich von ihnen ab. 70.000 Menschen sterben bei den Aufständen.
1525: Martin Luther und Katharina von Bora heiraten. Die Braut ist eine ehemalige Zisterziensernonne. Die Ehe sollte eine glückliche werden und sechs Kinder sollten aus ihr hervorgehen. KK
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