Hier kenne ich jeden Baum
Monika Martin über ihre Heimat Graz, die Steirer an sich und regionale Kraftorte. Und warum sie sich einen Auftritt in der Region Graz auch bei dichtem Tourkalender rot anstreicht ...

Hinhören, Konzerttipps für Sie!
Sie sind ja nicht nur geborene Grazerin, sondern auch geouteter Graz-Fan. Was hat Graz, was Ihnen keine andere Stadt geben kann?
MONIKA MARTIN: Heimat. Hier kenne ich die Leute, in meinem Heimatbezirk Mariatrost jeden Baum, hier kann ich das Wasser aus der Leitung trinken ... Wenn ich Urlaub mache vom Touren fahre ich am liebsten nach Hause. Ich komme viel herum, aber nirgendwo anders ist es so schön wie in Graz!
Sie haben ja auch Volkskunde studiert. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, was das Wesen des Grazers oder des Grazer Umländlers ausmacht?
MARTIN: Der Grazer ist ja genauso ein Steirer. Und der Steirer ist stolz auf seine Heimat, ehrlich und aus einem ganz eigenen Holz geschnitzt. Unter Steirern hält eine Freundschaft für die Ewigkeit. Und feiern können sie auch, die Steirer.
Einer Ihrer Hits heißt „Heute fühl ich mich wie zwanzig“. Gibt es in oder um Graz einen Kraftort, der so ein Gefühl bei Ihnen auslöst?
MARTIN: Mein Kraftort ist die Lourdes-Kapelle bei der Mariatrosterkirche. Verjüngende Wirkung hat die allerdings keine ...
Im November treten Sie ja in Premstätten auf. Was lösen solche „Heimspiele“ bei Ihnen aus? Sind Sie da nervöser als sonst, vorfreudiger, oder verliert der Auftrittsort selbst bei so einem dichten Tourkalender sowieso zunehmend an Bedeutung?
MARTIN: Zuhause will ich es ganz besonders gut machen, da trifft man viele Bekannte, Musikerkollegen von früher. Da ist der Druck schon größer als wenn ich zum Beispiel in Holland singe. Und ich weise ausdrücklich darauf hin, dass das Konzert in Premstätten kein Weihnachtskonzert, sondern ein weltlicher, schwungvoller und temperamentvoller Abend werden wird.Adventkonzerte in der Region Graz