Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Luftfahrtriese

Die Auslieferung der 10.000ten Maschine an diesem Freitag (14.10.) in Toulouse war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von Airbus. Als vor mehr als 42 Jahren der allererste Airbus aus der Produktionshalle rollte, war kaum zu ahnen, dass jemals die Nummer "10.000" auf der Kabine eines Jets prangen würde.

Vor mehr als 42 Jahren rollte der allererste Airbus aus der Produktionshalle. Damals noch als hoffnungsfroher, aber arg belächelter deutsch-französischer Unternehmensverband hatte der heutige Weltkonzern am 10. Mai 1974 seine erste Maschine - einen A300B2 - an Air France übergeben.
"Am Anfang war Airbus noch ein recht kompliziertes Konglomerat, das mit einem Nischenprodukt auf den Markt kam", sagt der Luftfahrt-Analyst der NordLB, Wolfgang Donie.
Den Mikrokosmos der Luftfahrt wirbelte der Konzern mit einer revolutionierenden Entwicklung im Cockpit durcheinander, die Piloten zunächst in Befürworter und Gegner spaltete. Statt wie damals noch üblich per Steuersäule und Muskelkraft übertrug Airbus erstmals Steuerbefehle auf elektronischem Wege per Joystick. Diese "fly-by-wire"-Technik wurde heute längst zum Standard in modernen Cockpits weltweit.  
Airbus knackte nicht nur erfolgreich die Dominanz des US-Konkurrenten Boeing, sondern sorgte auch immer wieder mit technologischen Neuerungen für Aufsehen in der Luftfahrt-Branche.
Auch Airbus musste dazu lernen: Die Giganten am Himmel sind nicht mehr so gefragt wie früher. Fluggesellschaften setzen heute verstärkt auf mittelgroße Langstreckenjets. Die Folge: Prall gefüllten Auftragsbüchern für kleinere Passagierjets steht bei Airbus eine schleppende Nachfrage nach seinen A380 gegenüber.