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Mobilität

Nutzfahrzeuge unter Strom

Immer mehr Nutzfahrzeughersteller experimentieren mit alternativen Antrieben. Wir haben die spannendsten Studien der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover zusammengefasst.

vor 10 Jahren22. September 2016 um 08:37
E-Auto
Mercedes ist bei den Lkw traditionell stark vertreten. Daher bringen die Stuttgarter auch gleich zwei Studien nach Hannover. Den Anfang macht der Urban eTruck. Wie der Name schon verrät, fährt diese rein elektrisch, wobei nicht ein zentral positionierter E-Motor für Vortrieb sorgt. Stattdessen sitzen kleine Aggregate direkt an den Radnaben der Hinterachse. Damit soll der eTruck bis zu 200 Kilometer weit kommen, gleichzeitig aber bis zu 26 Tonnen Gesamtgewicht verkraften. Für die Stromversorgung zeichnen drei Lithium-Ionen-Batteriepakete verantwortlich. Die Rückspiegel verbannte Mercedes auch gleich, stattdessen sorgen Kameras dafür, dass der Fahrer alles neben und hinter dem Urban eTruck ohne totem Winkel einsehen kann.
Studie Nummer zwei heißt Vision Van. Hier geht es nämlich um mehr als nur um ein Fahrzeug. Mercedes möchte gleich das gesamte Transportwesen revolutionieren. Dazu gehört ein völlig neues Bediensystem mit Joystick und Drive-by-Wire-Technologie. Zudem ist das Infotainmensystem so schlau, um den schnellsten Zustellweg auf dem Armaturenbrett anzeigen zu können. Und natürlich befinden sich am Dach zwei startbereite Drohnen, die als Paketträger direkt zu den Endkunden starten können.
Damit aber auch der manuelle Zugriff möglichst schnell abläuft, befindet sich im Heck ein automatisiertes Laderaumsystem – eine Art herausfahrbares Magazin, das mühsames herumkramen im Innenraum erspart. Als Antrieb fungiert ein 102 PS starker Elektromotor, mit dem der Vision Van bis zu 270 Kilometer weit kommen soll.
Der Fuso eCanter – auch ein Produkt von Daimler – war 2010 der weltweit erste rein elektrisch angetriebene leichte Lkw. Die dritte Generation des Lkw bis 6 Tonnen wird in Kleinserie ab 2017 an Kunden in Europa, USA und Japan ausgeliefert. Er verfügt über einen Elektromotor mit einer Leistung von 252 PS. Je nach Aufbau, Beladung sowie Einsatzprofil soll damit eine Reichweite von mehr als 100 Kilometern ohne stationäres Nachladen möglich sein.
Der brandneue Crafter von VW steht nicht nur in Serienversion auf der Nutzfahrzeug-IAA, sondern auch als E-Studie. Der – no na – e-Crafter getaufte Transporter bekam ein 136 PS starkes Aggregat verpasst.
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