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Mobilität

Historie

Mit Vollgas durch 40 Jahre und sechs Generationen 3er BMW.

vor 11 Jahren20. Juli 2015 um 16:19
Mobilität
Der Urknall. Der erste 3er war nur als zweitürige Limousine erhältlich und hatte es wahrlich nicht leicht. Andauernd musste er Vergleiche mit seinem Vorgänger BMW 2002 über sich ergehen lassen. Als zu groß, zu schwer und zu lahm wurde er lange gehänselt, dabei läutete er zurecht eine neue Ära ein: Mehr Platz, eine deutlich solidere Bauweise und vor allem eine Optik, deren Linien maßgeblich waren für die folgenden Generationen. Und als 323i mit 143 PS, gewonnen aus rohen sechs Zylindern, legte er endgültig den Grundstein für den Fahrspaß, der die 3er-Reihe fortan auszeichnen sollte.
Offiziell traute sich BMW beim ersten 3er nicht einmal eine viertürige Variante. Also mussten sich wieder einmal die Kleinen um den Ruhm kümmern. Die Firma Baur schnitt gern unschuldigen Großserienautos das Dach ab und so taten sie das auch beim 3er BMW. Wenn auch nur zum Teil. Die B-Säulen blieben bestehen, es war mehr eine Targa-Variante denn ein vollwertiges Cabrio. Aber immerhin.
Natürlich etwas größer als der Vorgänger, aber auch nach heutigen Begriffen noch das, was man als einen typischen BMW bezeichnen darf: drahtig und agil, eitlos und elegant gezeichnet. Und einfach unglaublich toll zu fahren. Ja, natürlich waren die anderen Mittelklasselimousinen praktischer, boten einen größeren Kofferraum und waren mitunter auch noch günstiger. Aber diese Lenkung! Dieses Fahrwerk! Und erst diese seidigen Sechszylinder, der E30 war ein Jahrhundertwurf. Die zweite Generation des 3ers definierte die Freude am Fahren.
Denn mit dem E30 startete BMW auch die Vielfalt, die von nun an einer der wichtigsten Talente der 3er-Reihe werden sollte. Niemand geringerer als ein gewisser Wolfgang Reitzle brachte die anfangs schwächelnde Baureihe auf Kurs, um gegen den konservativen (nur als viertürige Limousine erhältlichen) Mercedes 190 E bestehen zu können.
So gab es neben der zweitürigen Limousine und der viertürigen Limousine, dann ein Cabrio, auch rasch einen Kombi namens Touring. So wirklich praktisch war er zwar nicht, zumindest hatte er keinen nennenswerten Kofferraum und auch die Heckklappenöffnung war aufgrund der breiten Heckleuchten eher für Stammtischwitze denn für Wochenendeinkäufe geeignet. Aber er war einer der Mitbegründer der Kombiwelle, die diese Bauart endgültig schick und elitär machen sollte.
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