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Alkofahrt: 200 Menschen waren in Gefahr

Unterkärntner (33) fuhr ohne Rücksicht durch die stark frequentierte Ausgehmeile am Klopeiner See. 200 Passanten hatten Schutzengel.

Einen Schutzengel hatten gestern Abend 200 Menschen in St. Kanzian
© KLZ/Traussnig
Einen Schutzengel hatten gestern Abend 200 Menschen in St. Kanzian

"Das hätte tragisch enden können. Zum Glück ist nichts passiert, da haben Schutzengel mitgeholfen“, sagt Christian Sagmeister von der Polizeiinspektion St. Kanzian. Ein 33 Jahre alter Unterkärntner fuhr in der Ausgehmeile in Seelach am Klopeiner See, in der Gemeinde St. Kanzian, durch eine rund 200-köpfige Menschenmenge. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Die gefährliche Alkofahrt begann Sonntag gegen 21 Uhr: Der 33-jährige Unterkärntner, der in einem Hotel in St. Kanzian arbeitet, verlor auf der Klopeinersee-Süduferstraße in St. Kanzian die Kontrolle über seinen Wagen und rammte mit voller Wucht eine Straßenlaterne. Mit dem schwer beschädigten Auto fuhr er anschließend ohne anzuhalten in Seelach direkt auf mehrere dort bummelnde Menschen zu. „Das ist ein Zentrum mit Lokalen, Geschäften und Sitzgärten. Auch die Fußgängerpromenade kommt da herein“, sagt Sagmeister. „Zu diesem Zeitpunkt war hier viel los.“

Mehrere Passanten, darunter auch einige Kinder, konnten sich laut Polizei im letzten Moment mit einem Sprung zur Seite retten. Der Lenker bog in der Folge in die Promenade ein, stellte sein Auto dann hinter einem Hotel ab und versuchte, sich zu Fuß aus dem Staub zu machen. Die Polizei, die bereits nach dem Zwischenfall mit der Laterne alarmiert worden war, erwischte ihn jedoch sofort. Der 33-Jährige verhielt sich gegenüber den Beamten aggressiv. Der Alkomatentest ergab eine starke Alkoholisierung.

Wie schnell war er unterwegs?

Wie hoch das Tempo war, mit dem der Unterkärntner durch die Menschenmenge fuhr, wird noch ermittelt. „Allzu schnell dürfte er nicht gewesen, sein, sonst gäbe es sicher Verletzte“, sagt Sagmeister.
Der 33-Jährige wurde auf freien Fuß angezeigt. Der Führerschein wurde ihm angenommen. Er wird sich nicht nur mehrerer Verwaltungsdelikte sondern auch wegen Sachbeschädigung, Fahrerflucht und Gefährdung der körperlichen Sicherheit verantworten müssen.